08:42 16 Oktober 2018
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    Russische Luftabwehrkomplexe S-300 (Archiv)

    Syrischer General: S-300 wird Israel und dem Westen das Handwerk legen

    © Sputnik / Ministry of Defence of the Russian Federation
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    Die Entscheidung Moskaus, Luftabwehrsysteme vom Typ S-300 an Damaskus zu liefern, wird die Kräftekonstellation in Syrien ändern. Wie der syrische Militärexperte Ali Maqsud, General a. D., in einem Sputnik-Interview sagte, wird das Israel und dem Westen das Handwerk legen.

    „Mit seiner Entscheidung hat Russland den syrischen Luftraum für die Luftwaffe Israels und des Westens im Grunde genommen geschlossen.“ „Das ist noch keine Antwort Russlands an Israel im Zusammenhang mit der abgeschossenen russischen Il-20. Das sind nur die ersten Schritte, die Antwort steht noch bevor. Niemand weiß, wie Russland antworten wird. Aber wir wissen, dass Gegenmaßnahmen Moskaus nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei Ankara zu schaffen gemacht haben“, sagte Maqsud.

    Der Experte erinnerte daran, dass Syrien seinen Kampf gegen den Terrorismus fortsetzt. Mit S-300-Systemen werde die syrische Armee eine gute Unterstützung bekommen.

    Eine der Ursachen für den Abschuss der Il-20 sei die zwischen dem russischen und dem türkischen Präsidenten erzielte  Vereinbarung zu Idlib. Aber gewissen politischen Kräften passe ganz und gar nicht, dass Syrien bald von den Terroristen befreit werde, sagte der syrische General.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu teilte am Montag mit, dass Syrien russische S-300-Systeme im Laufe von zwei Wochen erhalten wird.

    Vor einer Woche war ein russisches Aufklärungsflugzeug mit 15 Soldaten an Bord über dem Mittelmeer einem Fehltreffer der syrischen Luftabwehr zum Opfer gefallen. Die Syrer zielten eigentlich auf vier angreifende israelische F-16-Jets. Diese hatten die russische Maschine als Deckung missbraucht und sie somit der syrischen Rakete ausgeliefert.

    Schoigu zufolge hatte Russland 2013 mit Israel vereinbart, die Lieferung von S-300 an Syrien auszusetzen. Nach dem Luftangriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf syrisches Territorium im April 2018 kündigte Moskau an, diese Zusage möglicherweise aufzuheben. „Die Situation hat sich geändert. Das ist nicht unsere Schuld.“

    Mehr zum Thema: Israel versucht S-300-Lieferung nach Syrien zu vereiteln – Experte

    Schoigu kündigte ferner an, dass Russland seine elektronischen Kampfmittel einsetzen wird, um Navigation, Bordradare und Kommunikationssystem von Flugzeugen lahmzulegen, die Objekte auf dem syrischen Territorium angreifen wollen. „Wir sind überzeugt, dass diese Maßnahmen die "heißen Köpfe" abkühlen werden“, betonte der russische Minister.

     

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    Änderung, Kräftekonstellation, Lieferung, S-300-System, Sergej Schoigu, Ali Maqsud, Russland, Syrien