05:08 02 Dezember 2020
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    Die russische Kriegsmarine hat bei einer Übung in der Arktis erstmals ein Küstenschutz-Raketensystem des Typs Bastion eingesetzt. Das mit den neusten Überschall-Seezielflugkörpern Oniks bestückte System wurde auf der Kotelny-Insel (nördlich von Ostsibirien) abgefeuert, teilte die Nordflotte am Mittwoch mit.

    Nach Angaben der Marine hat ein Bastion-System ein Seeziel zerstört, das einen feindlichen Schiffsverband simulierte. Das Ziel habe in der Laptewsee in 60 Kilometer Entfernung von der Küste gelegen.

    Russland hatte 2015 erste Bastion-Systeme in der Arktis stationiert. Jedes von ihnen ist mit 24 Überschall-Seezielflugkörpern vom Typ Oniks  (Nato-Code: SS-N-26 Strobile) ausgestattet und in der Lage, 600 km Küstenlinie zu schützen. Davor war die Küstenwache der Nordflotte hauptsächlich mit den Rubesch-Raketen (Nato-Code SS-C-3 Styx) bewaffnet.

    Nach dem ukrainischen Umsturz Anfang 2014 hatte Russland Bastion-Systeme auf der Krim aufgestellt, um die Schwarzmeerhalbinsel im Falle eines Angriffs durch ein US-Kriegsschiff zu schützen. Damals war der US-Zerstörer USS Donald Cook mit Cruise-Missiles bewaffnet auf dem Weg zur Krim gewesen.

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    Tags:
    Bastion-System, Arktis, Russland