18:59 15 Oktober 2018
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    Angela Merkel

    Merkel besucht Chemnitz erst im November – „Der Gesprächsbedarf ist groß“

    © REUTERS / Hannibal Hanschke
    Politik
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    Alexander Boos
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    Nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz plant Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Besuch in der drittgrößten sächsischen Stadt – allerdings erst im November. Das berichtet die Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch. Demnach sollen Chemnitzer Bürger der Kanzlerin vor Ort Fragen stellen dürfen.

    Kanzlerin Angela Merkel wird die drittgrößte Stadt Sachsens am 16. November besuchen. Dort werde sie mit den Lesern der Tageszeitung „Freien Presse“ diskutieren. Das meldete die „Deutsche Presse-Agentur“ (DPA) am Mittwochnachmittag. „Wir wissen, dass der Gesprächsbedarf groß ist“, zitierte die Agentur den Chefredakteur der Chemnitzer Zeitung, Torsten Kleditzsch.

    „Mit der Veranstaltung wollen wir einen weiteren Beitrag leisten, um auch in schwierigen Zeiten im Gespräch zu bleiben.“ Die Leser würden Merkel demnach direkt Fragen stellen dürfen.

    Nach Angaben der Zeitung seien die Details zwar noch unklar, aber in der Stadt seien mehrere Termine für die Kanzlerin und CDU-Chefin geplant. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte am Mittwoch den Chemnitz-Termin.

    Merkel hatte nach den Übergriffen in Chemnitz gesagt, sie wolle Chemnitz besuchen. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) lud sie zuvor bereits zu einem Bürgerforum ein.

    Am 26. August wurde am Rande des Chemnitzer Stadtfestes der 35 Jahre alte Deutsche Daniel H. niedergestochen. Der gewaltsame Tod hatte zu einer Reihe ausländerfeindlicher Proteste und Demonstrationen rechter Gruppierungen in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt geführt.

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    Tags:
    Hetzjagd, Bundeskanzlerin, Ausschreitungen, Verschiebung, TV-Fragestunde, Besuch, Protest, Demo, CDU, Daniel Hillig, Steffen Seibert, Angela Merkel, Chemnitz, Sachsen, Deutschland