05:29 19 Oktober 2018
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    Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa

    Sacharowa kommentiert Publikation über „wahren Namen“ von einem „Skripal-Vergifter“

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Politik
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    Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die jüngste Veröffentlichung der britischen Internetplattform Bellingcat kommentiert, wonach Ruslan Boschirow, der nach Darstellung der britischen Behörden die Skripals vergiftet haben soll, ein Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU sein soll.

    Die Webseite des britischen Projektes Bellingcat hat zusammen mit der Internetzeitung Insider am Mittwoch einen Beitrag veröffentlicht, laut dem Ruslan Boschirow „tatsächlich“ angeblich ein GRU-Oberst sein soll, dessen Name Anatoli Tschepiga sei. Demnach ist er am 5. Mai 1979 im Dorf Nikolajewka in der Region Amur geboren. In Chabarowsk soll der Mann Dienst in der 14. Brigade der Sondereinsatztruppen unter dem GRU-Befehl geleistet haben. Zuvor hatte Bellingcat Materialien veröffentlicht, die aber keine Bestätigung fanden. 

    „Der neue Informationseinwurf ist gleich nach dem Auftritt von (der britischen Premierministerin) Theresa May im UN-Sicherheitsrat zum Thema Massenvernichtungswaffen erfolgt, in dessen Rahmen sie erneut Vorwürfe gegen Russland erhoben hat. Es gibt keine Beweise, demgemäß setzt man eine Informationskampagne fort, deren Aufgabe es ist, die Aufmerksamkeit von der wichtigsten Frage abzulenken: ,Was ist in Salisbury passiertʻ“, schrieb Sacharowa in ihrem Facebook-Account.

    Giftanschlag auf die Skripals

    Der frühere russisch-britische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia, die am 4. März unweit des geheimen Militärlabors Porton Down bewusstlos aufgefunden wurden, waren nach Darstellung der britischen Regierung mit dem tödlichen Giftstoff A234, im Westen unter dem russischen Namen Nowitschok bekannt, vergiftet worden. Ihre schnelle Genesung halten Experten jedoch für überraschend.

    Die britische Regierung machte umgehend Russland für das mutmaßliche Attentat verantwortlich. Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Aufklärung. Die britische Premierministerin Theresa May ließ 23 russische Diplomaten auweisen. Aus „Solidarität“ mit London wiesen auch die USA, Deutschland und viele weitere EU-Staaten Dutzenden russischen Diplomaten die Tür.

    Als Reaktion wies auch Moskau westliche Diplomaten aus, erklärte sich dabei aber wiederholt bereit, bei den Ermittlungen zu helfen. Die britischen Behörden winkten ab. Der damalige Außenminister Boris Johnson versprach im März, „verblüffende Beweise“ gegen Russland zu präsentieren, tat das bis zu seinem Rücktriff im Juli aber nicht. Das mit der Untersuchung beauftragte britische Militärlabor Porton Down teilte im April mit, dass eine russische Herkunft des Nervengifts nicht nachweisbar sei.

    Anfang September hat die britische Polizei Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Bei ihnen soll es sich um Mitarbeiter des russischen Militär-Nachrichtendienstes GRU  handeln. Am 5. September hat die britische Staatsanwaltschaft gegen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow Anklage erhoben.

    Die beiden haben später in einem Interview mit der Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan, erzählt, dass sie Großbritannien als Touristen besucht und mit Geheimdiensten nichts zu tun hätten.

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    Publikation, Bellingcat, GRU, Ruslan Boschirow, Sergej Skripal, Theresa May, Maria Sacharowa, Großbritannien, Russland