01:35 20 Oktober 2018
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    Hubschrauber in Afghanistan (Symbolbild)

    Moskau kritisiert „versehentliche Schläge“ der Nato in Afghanistan

    © AFP 2018 / Thomas Watkins
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat Kritik an den „versehentlichen Schlägen“ der Nato in Afghanistan geäußert, die zahlreiche Menschenleben gefordert haben sollen.

    „Wir reagieren mit Besorgtheit auf die häufigen Todesfälle unter der Zivilbevölkerung infolge von Luftangriffen der Koalitionskräfte in Afghanistan. Allein in der letzten Woche wurden drei solche Fälle registriert“, heißt es in einer Erklärung auf der Webseite der russischen Behörde.

    So seien am 20. September im Distrikt Tsamkani der afghanischen Provinz Paktia bei einem Angriff der Luftstreitkräfte drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden, darunter auch Frauen und Kinder.

    Am 22. September habe ein Luftangriff auf ein Wohnhaus im Distrikt Tagab in der Provinz Kapisa neun Menschenleben gefordert, darunter das von vier Frauen und drei Kindern. Am darauffolgenden Tag seien neun Zivilisten einem Angriff der US-Luftwaffe zum Opfer gefallen, vier weitere seien verletzt worden.

    „Wir halten die aktuelle Lage für eine Folge grober Fehlkalkulationen der US-Führung in Afghanistan und des irrtümlichen Beharrens des Weißen Hauses auf einer militärischen Lösung der Probleme in diesem Land“, hieß es weiter. Moskau rufe Washington zum Umdenken auf, um den innerafghanischen Dialog voranzutreiben. „Wir fordern, dass die Verantwortlichen für die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung zur Rechenschaft gezogen werden.“

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    Tags:
    Verletzte, Tote, Zivilbevölkerung, Opfer, Luftangriff, Anti-Terror-Koalition, Weißes Haus, NATO, Russland, USA, Afghanistan