02:03 20 Oktober 2018
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    Kiews Vertreter: Russische Lotsen halfen ukrainischer Flotte

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    Politik
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    Russische Losten sind laut dem ukrainischen Vertreter in der Minsker Kontaktgruppe, General Jewgeni Martschuk, an Bord ukrainischer Schiffe gewesen, als sie die Straße von Kertsch passierten.

    Die Schiffe hätten nicht selbständig den flachen Kanal bewältigen können und darum beim Lotsendienst von Kertsch um Hilfe gebeten, obwohl jegliches Zusammenwirken mit den offiziellen Behörden der Krim laut dem ukrainischen Gesetz über die besetzten Gebiete verboten sei, erläuterte Martschuk im Interview mit dem ukrainischen TV-Sender „112 Ukraina“.

    Dem General zufolge sind die „Donbass“ und „Korez“ keine Kriegsschiffe, sondern Unterstützungsschiffe, deswegen konnten sie russische Lotsen an Bord nehmen. „Die Dienste von Kertsch haben die zwei Schiffe ruhig bis zum Asowschen Meer begleitet, und diese sind weitergefahren – zuerst bis Mariupol, dann bis Berdjansk“, merkte er weiter an.

    Am 24. September hatten die Seestreitkräfte der Ukraine erklärt, dass die Schiffe ihr legitimes Recht geltend gemacht hätten, die Straße von Kertsch zu passieren, und dabei nicht um die Erlaubnis Russlands gebeten hätten. Zuvor hatte der Chef der Republik Krim, Sergej Aksjonow, mitgeteilt, die „Donbass“ und „Korez“ hätten um Lotsen-Hilfe gebeten und „demütig hinter zivilen Schiffen Schlange gestanden“.

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    Am 22. September waren die ukrainischen Kriegsschiffe „Donbass“ und „Korez“ in die ausschließliche Wirtschaftszone Russlands vor der Halbinsel Krim eingedrungen und hatten die Krim-Brücke passiert. Die Schiffe hatten Kurs auf die Stadt Berdjansk genommen. Laut den ukrainischen Medien sollen sie zu dem neu zu schaffenden Militärstützpunkt der Ukraine an der Küste des Asowschen Meeres gehören. Aus sicherer Entfernung wurden sie von der Küstenwache des Grenzdienstes des russischen Geheimdienstes FSB begleitet.

    Aus Sicht der Ukraine verletzt Russland ihre Rechte hinsichtlich des Schwarzen sowie des Asowschen Meeres. Deswegen liegt Kiew im Prozess mit Russland. Nachdem die Krim-Brücke über die Straße von Kertsch fertiggebaut worden war, hatte die Spannung im Asowschen Meer an der Stärke zugenommen.  Die Ukraine befürchtet, dass Russland ihr den Zugang zu diesem Meer sperren könnte. Die Grenzdienste beider Länder hatten bereits mehrmals gegenseitig Schiffe im Asowschen Meer aufgebracht und arretiert.

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    Tags:
    Militärstützpunkt, Seestreitkräfte, Schiffe, FSB, Russland, Ukraine, Asowsches Meer, Krim