02:12 20 Oktober 2018
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    Mazedonien darf „keinen historischen Selbstmord“ für Nato begehen – Präsident Ivanov

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    Politik
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    Der mazedonische Präsident Gjorge Ivanov hat am Donnerstag in seiner Ansprache vor der UN-Vollversammlung in New York seine Landsleute dazu aufgefordert, nicht an dem für Sonntag anberaumten Referendum über den künftigen Landesnamen teilzunehmen. Das berichtete die Agentur AFP.

    Laut Ivanov ist die mögliche Umbenennung in „Republik Nord-Mazedonien“ ein „historischer Selbstmord“.

    „Ich als Bürger habe beschlossen, am 30. September nicht abstimmen zu gehen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie, unsere Landsleute, ebenfalls diese weise Entscheidung treffen werden“, sagte er.

    Mazedonien führt seit dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1991 einen Streit mit dem benachbarten Griechenland um den Namen seines Staates. Griechenland besteht auf einer Namensänderung, damit die Republik nicht mit der gleichnamigen nordgriechischen Provinz verwechselt wird. Selbst der Name, unter dem das Land im Jahr 1993 in die Uno aufgenommen wurde – „Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien“ (auf Englisch abgekürzt FYROM) – passt Athen nicht.

    Griechenland blockiert deshalb seit Jahren den Beitritt der Republik Mazedonien zur Nato und ihre Annäherung an die Europäische Union, was deklariertes außenpolitisches Hauptziel der mazedonischen Behörden ist.

    Das Referendum ist für den 30. September anberaumt.

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    Tags:
    Aufruf, Referendum, Uno, AFP, Gjorge Ivanov, Griechenland, Mazedonien