02:55 17 Oktober 2018
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    Russischer Außenminister Sergej Lawrow spricht vor der 73. Uno-Vollversammlung in New York

    Lawrow: Moskau wird jegliche Risiken für Zivilisten in Idlib minieren

    © Sputnik / Roman Machmutow
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    Russland wird laut Außenminister Sergej Lawrow eine Wiederholung der humanitären Katastrophe, nach der Art jener, zu denen es in Rakka oder Mossul gekommen war, im syrischen Idlib nicht zulassen.

    „Wir werden maximal abgewogen und maximal vorsichtig agieren und dabei daran denken, wie jegliche Risiken für die Zivilisten zu minieren sind.  Ich garantiere Ihnen, dass wir das, was zum Beispiel in Rakka oder im irakischen Mossul passiert war, als die US-geführte Anti-Terror-Koalition diese Städte befreite, verhindern werden“, sagte der Chefdiplomat am Freitag auf einer Pressekonferenz am Rande der 73. Uno-Vollversammlung.

    Ihm zufolge hat Russland das (die humanitäre Katastrophe – Anm. d. Red.) weder in Aleppo noch in Ost-Ghuta zugelassen. Mittlerweile kehrten dorthin jene zurück, die diese Provinzen während der Kampfhandlungen verlassen hätten.

    Zuvor hatten die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, bei ihrem Treffen in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi vereinbart, dass bis zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in der Provinz Idlib geschaffen werden soll. Die Zone werde 15 bis 20 Kilometer breit sein.

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra“* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls die politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation  

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    Tags:
    humanitäre Katastrophe, Zivilisten, Dschabhat an-Nusra, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Sergej Lawrow, USA, Türkei, Syrien, Russland