09:44 22 Oktober 2018
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    Vorbereitung eines Raketensystems des Typs S-300 auf die Siegesparade in Moskau (Archivbild)

    Russland beginnt mit S-300-Lieferungen nach Syrien

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    Elf Tage nach dem Abschuss seines Militärflugzeugs Il-20 über Syrien hat Russland erste Flugabwehr-Raketensysteme S-300 in die Arabische Republik geschickt. Dies teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag (Ortszeit) in New York mit.

    „Die S-300 kommen bereits in Syrien an“, sagte Lawrow auf einer Pressekonferenz am Rande der 73. UN-Vollversammlung.

    Die Übergabe von S-300-Systemen an die syrische Regierung hatte bereits vor einigen Jahren im Raum gestanden, wurde jedoch vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges ausgesetzt.

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    Am Montag hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu wissen lassen, dass die Abwehrsysteme in zwei Wochen geliefert würden. Die Lieferungen seien eine Antwort auf das Vorgehen Israels und sollen die Kampffähigkeiten Syriens „wesentlich stärken“.

    Russland macht Israel für den Absturz der Il-20 verantwortlich, die am 18. September durch eine syrische Abwehrrakete versehentlich getroffen worden war. Alle 15 Insassen kamen dabei ums Leben.

    Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums hatten sich israelische Kampfjets, die zu jenem Zeitpunkt unangekündigt Syrien bombardiert hatten, hinter der russischen Maschine „versteckt“. Die Il-20, die im Landeanflug an ihren Stützpunkt Hmeimim war, sei deshalb ins Feuer der syrischen S-200-Luftabwehrsysteme geraten.

    Netanjahu hatte nach Abschuss mit „viel schlimmeren Folgen“ gerechnet >>

    Nach dem Absturz stellte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu seinem israelischen Amtskollegen sogar eine „Antwort“ in Aussicht. Der russische Präsident Putin sprach dagegen von einer „Verkettung tragischer Zufälle“, ordnete jedoch an, die Sicherheit der russischen Militärs zu verstärken.

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    Tags:
    Benjamin Netanjahu, Baschar al-Assad, Sergej Lawrow, Syrien, Russland