15:02 19 Oktober 2018
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    US-Militärs vor der Stadt Manbidsch im Norden Syriens

    „Säen Chaos, Tod und Zerstörung“: Syrien bezichtigt US-Koalition Kriegsverbrechen

    © AP Photo / Hussein Malla
    Politik
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    Der syrische Außenminister Walid al-Muallim hat in der 73. UN-Vollversammlung in New York der US-geführten Anti-Terror-Koalition vorgeworfen, Kriegsverbrechen in Syrien begangen zu haben.

    „Die Koalition hat die syrische Stadt Rakka völlig zerstört. Sie hat die Infrastruktur und öffentliche Dienste in jenen Gebieten zerstört, gegen die ihr Vorgehen gerichtet war. Sie hat Massenmorde an Zivilisten, darunter auch Kindern und Frauen, begangen. Diese gelten gemäß dem Völkerrecht als Kriegsverbrechen“,  sagte Muallem.

    Wie der Chefdiplomat weiter betonte, hatten die USA und ihre Verbündeten zudem den Terroristen „direkte Unterstützung“ erwiesen.

    Nach seinen Worten verfolgten die Kämpfer und die US-Koalition in Syrien dasselbe Ziel, „Chaos, Tod und Zerstörungen auf ihrem Weg zu säen“.  

    Am Donnerstag hatte die US-geführte internationale Koalition die Zahl der Zivilisten genannt, die durch ihre Schläge in Syrien und im Irak getötet worden waren.  Seit August 2014 sind laut dem jüngsten Bericht der Koalition in beiden umkämpften Ländern 1.114 Zivilisten ums Leben gekommen. 

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern die Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr der Flüchtlinge gewidmet.

    Die USA und ihre Alliierten bombardieren seit August 2014 Syrien ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus. Nach ihrer eigenen Darstellung richtet sich der Einsatz gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh).

    * eine in Russland verbotene Terrororganisation

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    Tags:
    Vorwürfe, Kriegsverbrechen, UN-Vollversammlung, Terrormiliz Daesh, Walid al-Muallim, Syrien, USA