06:28 21 September 2020
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    Damit Mazedonien Mitglied der EU und der Nato werden kann, muss es umbenannt werden. Nun hat in dem Land ein Referendum über ein Abkommen mit Griechenland begonnen, das genau das miteinschließt.

    Die Wahllokale öffneten um 07:00 Uhr Ortszeit in 80 Gemeinden sowie in der Hauptstadt der Republik – Skopje.

    Folgende Frage müssen die Bürger beantworten:

    „Unterstützen Sie die Mitgliedschaft der EU und der Nato durch ein Abkommen zwischen der Republik Mazedonien und Griechenland?”

    Die Abstimmung soll bis 19:00 Uhr Ortszeit laufen.

    Zuvor hatte der Präsident der Republik Mazedonien, Gjorge Ivanov, zu einem Boykott des Referendums über die Umbenennung des Landes aufgerufen.

    Mazedonien streitet seit dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1991 mit dem benachbarten Griechenland über seinen Staatsnamen. Griechenland besteht auf einer Namensänderung, damit die Republik nicht mit der gleichnamigen nordgriechischen Provinz verwechselt wird. Selbst der Name, unter dem das Land im Jahr 1993 in die Uno aufgenommen wurde – „Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien“ (auf Englisch abgekürzt FYROM) – passt Athen nicht.

    Griechenland blockiert deshalb seit Jahren den Beitritt der Republik Mazedonien zur Nato und ihre Annäherung an die Europäische Union, was ein deklariertes außenpolitisches Hauptziel der mazedonischen Behörden ist.

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    Tags:
    Umbenennung, Referendum, EU, NATO, Gjorge Ivanov, Mazedonien, Griechenland