13:19 17 Oktober 2018
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    Syrische Armee (Archiv)

    Damaskus nennt Bedingung für Militäreinsatz östlich von Euphrat

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    Politik
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    Der syrische Außenminister Walid al-Muallim hat in einem Gespräch mit RT über die Pläne von Damaskus bezüglich der kurdischen Einheiten sowie der Territorien östlich vom Euphrat gesprochen.

    Al-Muallim zufolge sei Separatismus für das syrische Volk unannehmbar. Damaskus werde zu einer militärischen Lösung des Problems gezwungen, falls die Kurden auf Separatismus abzielen würden. Er verwies auf die besondere Bedrohung, die die US- Handlungen in dieser Region darstellten.

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    „Amerika ist ohne Genehmigung syrischer Mächte in diese Region gekommen, daher ist die Präsenz gesetzwidrig. Es hat begonnen, illegal Militärbasen zu errichten. Deshalb erkläre ich, dass nicht die Kurden das Problem verschärfen, sondern die amerikanische Präsenz. Sie gibt den Kurden die Hoffnung, außerhalb des Rahmens der offiziellen Regierung in Damaskus zu agieren“, so der Minister.

    Das sei jedoch eine Illusion. Die Kurden sollten demnach Lehren aus den Experimenten des vorigen Jahrhunderts ziehen, als Großmächte die Kurden ständig für eigene Zwecken benutzt und sie dann im Stich gelassen hätten.

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    „Der syrische Staat lässt sie nicht im Stich. Falls sie aber eine Trennung anstreben werden, dann kann ich sagen, dass wir gezwungen werden, den Weg zu wählen, den wir nicht gehen wollen“.

    Laut al-Muallim fingen die Verhandlungen mit den „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) gut an. Der Prozess sei jedoch später wegen des „amerikanischen Faktors“ unterbrochen worden, als die Amerikaner die militärischen Lieferungen an die Kurden gesteigert hätten.

    „Außerdem haben sie sich in der Region befindende syrische Militärs angegriffen. Diese Attacke ist durch nichts rechtgefertigt worden und war unannehmbar. Wer sie verübt hat, muss dafür büßen“, meinte der Politiker.

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    Die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ sind eine Vereinigung bewaffneter Oppositionskräfte im Norden Syriens. Ihr gehören vor allem Kurden an und sie wird von den USA unterstützt.

    Früher äußerte die Syrische Arabische Republik, dass sie die Handlungen der SDF als gesetzwidrig einstuft. Im Juli hatte eine Delegation von politischen Vertretern der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ Damaskus besucht, um den Verhandlungen mit der Regierung beizuwohnen.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern die Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr der Flüchtlinge gewidmet.

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    Tags:
    Terror, Kampf, Politiker, Militär, Truppen, Kurden, Krieg, Armee, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), Euphrat, Idlib, Damaskus, Syrien