19:36 18 Oktober 2018
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    Proteste gegen die Umbenennung Mazedoniens in Skopje: Unser Name ist Mazedonien

    Mazedoniens Regierungschef hält Referendum für erfolgreich

    © AP Photo / Boris Grdanoski
    Politik
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    Die Bürger Mazedoniens, die am Referendum über die Namensänderung des Staates teilgenommen haben, haben das entsprechende Abkommen mit Griechenland sowie die Aufnahme von EU- und Nato-Beitrittsgesprächen mit großer Mehrheit unterstützt. Die Wahlbeteiligung war allerdings deutlich unter 50 Prozent.

    Wie die staatliche Wahlkommission Mazedoniens berichtete, hatten 36,91 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben.

    Das mazedonische Parlament soll nun die Ergebnisse des Referendums prüfen, wie am Sonntagabend Regierungschef Zoran Zaev erklärte.

    „Dies ist ein ernsthafter Beitrag, ein Grundstein für die Zukunft unseres Mazedoniens. Mehr als 650.000 Bürger haben heute beim Referendum abgestimmt. Von denen, die abgestimmt haben, haben sich über 90 Prozent dafür ausgesprochen und meinen, dass die Republik Mazedonien ein Abkommen mit Griechenland schließen und Mitglied der Nato und der EU werden sollte“, sagte Zaev dem Pressezentrum für die Kampagne zur Unterstützung des Referendums.

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    Die geplante Verfassungsänderung solle im Parlament durchgesetzt werden. Dafür sei allerdings eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Sollte diese nicht erzielt werden, werde es vorgezogene Parlamentswahlen geben, fügte der mazedonische Premier hinzu.

    Mazedonien und Griechenland hatten am 17. Juni eine Vereinbarung zur Beilegung des langjährigen Streits um den Namen Mazedonien geschlossen. Danach soll die frühere Teilrepublik Jugoslawiens künftig Nord-Mazedonien heißen.

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    Tags:
    Beitritt, Referendum, EU, NATO, Zoran Zaev, Mazedonien, Griechenland