18:14 22 Oktober 2018
SNA Radio
    Einsatz von Bundespolizei (Archivbild)

    Chemnitz: Polizei nimmt sechs mutmaßliche Rechtsterroristen fest

    CC BY-SA 2.0 / JouWatch / Polizei Polizisten
    Politik
    Zum Kurzlink
    5426167

    Nach Medienberichten hat die Bundesanwaltschaft aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs sechs Männer festgenommen. Der Verdacht lautet „Rechtsterrorismus”.

    Das Tötungsdelikt von Chemnitz sowie seine Aufarbeitung in der Politik und Gesellschaft haben die deutsche Öffentlichkeit gespalten und die Bundesregierung für Wochen gelähmt.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Merkel besucht Chemnitz erst im November – „Der Gesprächsbedarf ist groß“<<<

    Nun hat Generalbundesanwalt Peter Frank Ermittlungen gegen mutmaßliche Rechtsextreme aus dem Raum Chemnitz eingeleitet. Die Männer sollen „eine rechtsterroristische Vereinigung” gebildet haben.

    Nach Angaben der Bundesanwaltschaft richtet sich der Verdacht gegen insgesamt sieben Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Sechs von ihnen seien am Montagmorgen festgenommen worden, ein weiterer sei bereits davor in Haft gewesen.

    Unter dem Decknamen „Revolution Chemnitz” sollen sie eine Terrorvereinigung gebildet haben.

    Die Beschuldigten würden dabei aus der Hooligan-, Skinhead- oder Neonazi-Szene im Raum Chemnitz stammen.

    Unklar ist jedoch im Moment, ob sie an den Ausschreitungen in Chemnitz Ende August beteiligt waren.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Willy Wimmer: Versetzung Maaßens ins Innenministerium „sehr positiv“<<<

    „Es gilt allerdings als wahrscheinlich”, schreibt hierzu der „Spiegel”.

    Laut den Ermittlern soll der Plan der Vereinigung gewesen sein, Anschläge auf Ausländer zu begehen – hierzu sollen sie bereits mit der Beschaffung von Schusswaffen befasst gewesen sein.

    Die Festnahmen unter dem Tatvorwurf „Rechtsterrorismus” im Raum Chemnitz sind brisant – die verschiedenen Bewertungen und Ansichten zu den Ausschreitungen in Chemnitz nach dem Mord an Daniel H. haben unter anderem dazu geführt, dass Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen nach tagelangen internen wie öffentlichen Debatten in der Großen Koalition seinen Posten räumen musste, schließlich jedoch als Sonderbeauftragter in das Innenministerium wechseln konnte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Festnahme, Rechtsextremismus, Generalbundesanwalt, Chemnitz, Deutschland