12:29 15 Oktober 2018
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    Katalonien (Symbolbild)

    Jahrestag von Referendum: Unabhängigkeitsbefürworter besetzen Straßen in Katalonien

    © Sputnik / Xavier Luengo
    Politik
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    Am ersten Jahrestag des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien haben Demonstrierende wichtige Verkehrswege in der Provinz gesperrt, wie lokale Medien mitteilen.

    In Girona nördlich von Barcelona blockierten Hunderte Aktivisten die Gleise für Hochgeschwindigkeitszüge, meldete die Bahngesellschaft Renfe.

    In Barcelona seien wichtige Straßen und Autobahnen besetzt worden. Kurz vor dem Jahrestag des Referendums vom 1. Oktober 2017 sei es im Stadtzentrum zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Unabhängigkeitsbefürwortern gekommen, berichten Fernsehsender.

    Mit einer Kundgebung hätten 3000 Polizeibeamte von Policía Nacional und Guardia Civil ihre Kollegen ehren wollen, die vor einem Jahr bei dem Referendum in den Wahllokalen im Einsatz waren. Der Volksentscheid war von den spanischen Zentralbehörden in Madrid als illegal eingestuft worden. Damals war es bei der Abstimmung auch zu Gewalt gekommen.

    Bei den aktuellen Auseinandersetzungen hätten katalanische Sicherheitskräfte verhindern wollen, dass sich die Protestierenden dem Zug der Nationalpolizei und der Zivilgarde nähern. Sie seien aber von den Unabhängigkeitsbefürwortern unter anderem mit Farbpulver und Eiern angegriffen worden, so Medien.

    Am 1. Oktober 2017 hatten nach katalanischen Angaben 90 Prozent der Wähler in einer Volksabstimmung für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Von Madrid war das Referendum untersagt worden. Zahlreiche Wahllokale wurden von der spanischen Polizei geschlossen und viele Stimmzettel beschlagnahmt. Viele Gegner einer Abtrennung hatten nicht an dem Referendum teilgenommen, die Wahlbeteiligung lag bei nur 43 Prozent.

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    Tags:
    Wähler, Unabhängigkeitsreferendum, Auseinandersetzungen, Aktivisten, Demonstranten, Einsatz, Referendum, Regierung Spaniens, Katalonien, Barcelona, Spanien