15:03 21 September 2020
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    Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat beim Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu das russisch-türkische Abkommen zur Regelung der Lage in der syrischen Provinz Idlib unterstützt. Dies teilte das französische Außenministerium mit.

    Das Treffen der Außenminister der Türkei und Frankreichs hatte am Sonntag in Paris stattgefunden.

    Laut einem Sprecher des französischen Außenministeriums wurde bei den Verhandlungen vor allem das Thema Syrien besprochen. „Jean-Yves Le Drian hat das am 17. September in Sotschi unterzeichnete Abkommen unterstützt, das eine Entmilitarisierungszone um Idlib festlegt und die Vermeidung einer Offensive des Regimes und von dessen Verbündeten ermöglicht."

    Le Drian habe seinen türkischen Amtskollegen aufgerufen, auch weiter an der Annäherung der Haltungen der sogenannten „Kleinen Gruppe" (zu der die USA, Großbritannien, Frankreich, Jordanien und Saudi-Arabien gehören — Anm. d. Red.) und den Teilnehmern des Verhandlungsprozesses in Astana zu arbeiten, hieß es.

    Die Minister hätten ihre Meinungen zu den Fortschritten bei der Suche nach einer politischen Regelung ausgetauscht, die auf Verhandlungen beruhen sollte. Dabei bestanden sie auf der möglichst schnellen Schaffung eines Verfassungskomitees, die vom Uno-Gesandten Staffan de Mistura gefördert werde. 

    Zudem hätten die beiden Außenminister die Situation in Libyen besprochen, ihre Unterstützung für den Handlungsplan des UN-Sondergesandten in Libyen, Ghassan Salamé, bekräftigt und auf die Notwendigkeit von transparenten, friedlichen und gut vorbereiteten Wahlen in Libyen verwiesen.

    Zuvor hatten der russische Staatschef Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan bei ihrem Treffen in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi vereinbart, dass bis zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in der Provinz Idlib geschaffen werden soll. Die Zone werde 15 bis 20 Kilometer breit sein.

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra"* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls eine politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

    Russland, die Türkei und Iran fungieren als Garanten des Waffenstillstands in Syrien, wo seit 2011 ein bewaffneter Konflikt andauert.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation  

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    Tags:
    Unterstützung, Vereinbarung, Abkommen, Mevlüt Cavusoglu, Mevlüt Çavuşoğlu, Jean-Yves Le Drian, Russland, Idlib, Syrien, Türkei, Frankreich