11:41 17 Oktober 2018
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    Peking hat von Washington verlangt, mit „provokativen“ Handlungen seiner Marine im Südchinesischem Meer aufzuhören. Das erklärte die offizielle Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying.

    Ihr zufolge verletzen die USA unter dem Vorwand der „Freiheit der Navigation“ die grundlegenden internationalen Normen, bedrohen Chinas Souveränität und beeinträchtigen die Stabilität in der Region.

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    Peking habe die Absicht, alle nötigen Handlungen zum Schutz der nationalen Souveränität und der Sicherheit zu unternehmen.

    Im Südchinesischen Meer gibt es einen Territorialstreit zwischen China, Brunei, Malaysia, Vietnam, den Philippinen und Taiwan. Peking betrachtet die Inselgruppen Shisha und Nansha, die jedoch auch von anderen Ländern beansprucht werden, als sein Hoheitsgebiet und behauptet, seine Aktivitäten auf den Inseln und in den benachbarten Gewässern seien vollkommen rechtmäßig.

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    Am Montag (Ortszeit) teilte der offizielle Vertreter der US-Pazifikflotte, Charles Brown, mit, dass ein chinesischer Zerstörer sich in einer „unsicheren“ Entfernung zu einem US-Kampfschiff bewegt habe. Das US-Schiff habe dort eine Operation „zur Wahrung der Freiheit der Navigation“ unweit der umstrittenen Inseln ausgeführt. Nach Medienberichten soll die erwähnte unsichere Entfernung dabei 45 Meter betragen haben.

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    Peking antwortete, der US-Zerstörer sei „ohne Erlaubnis“ in das Gebiet eingedrungen und sei zum Verlassen der Region aufgefordert worden.

    Die Beziehungen zwischen China und den USA sind stark angespannt. Anfang 2018 war ein Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern ausgebrochen, bei dem es um eine gegenseitige Zollerhöhung geht. Den ersten Schlag hatte dabei der US-Präsident, Donald Trump, versetzt, indem er Peking ein unfaires Spiel vorwarf und über ein zu großes bilaterales Handelsbilanzdefizit klagte. Auf die Strafzölle der USA reagierte China mit entsprechenden Maßnahmen.

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