05:11 19 Oktober 2018
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    der russische Präsident Wladimir Putin (r.) und sein serbischer Amtskollege Aleksandar Vucic in Moskau

    „Stoßen als Staat täglich auf Provokationen“ – Vucic bei Treffen mit Putin

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    Die Spannungen zwischen Syrien und Kosovo sind in den letzten Tagen deutlich angestiegen. Heute haben sich nun der russische Präsident Wladimir Putin und sein serbischer Amtskollege Aleksandar Vucic in Moskau getroffen und dabei die Lage auf dem Balkan besprochen.

    Der Staatschef Serbiens betonte bei dem Treffen, sein Land sei täglichen Provokationen ausgesetzt, und es werde so kaum gelingen, das Problem des westlichen Balkans bald zu lösen.

    Zu Beginn des Treffens soll der russische Präsident seinerseits festgestellt haben, der Handel zwischen den beiden Ländern nehme zu und die Investitionen würden steigen:

    „Ich bin mir sicher, dass wir über die Situation in der Region sprechen müssen“, unterstrich Putin.

    Vucic soll dagegen dem russischen Präsidenten Dankbarkeit für die Position „zur Verteidigung des Völkerrechts sowie der lebenswichtigen nationalen und staatlichen Interessen Serbiens“ ausgesprochen haben.

    „Die Situation auf dem westlichen Balkan ist sehr schwierig und Serbien als Staat stößt täglich auf viele Provokationen. Unabhängig von unserem Wunsch, einen Kompromiss zu erreichen und den Frieden und die Stabilität aufrechtzuerhalten, sind wir von jeder Lösung der Frage des Kosovo und Metohija sehr weit entfernt“, so der serbische Präsident.

    Vucic betonte auch, Serbien beabsichtige, die militärische Neutralität beizubehalten.

    Am Samstag hatte Vucic angeordnet, die serbischen Streitkräfte in volle Gefechtsbereitschaft zu versetzen. Der Hintergrund sei die Besetzung der Zugänge zum Wasserkraftwerk „Gazivoda" am gleichnamigen Stausee im Norden des Kosovo durch kosovarische Spezialeinheiten gewesen.

    1999 hatte sich das Nordatlantische Bündnis in die bewaffnete Konfrontation der albanischen Separatisten von der paramilitärischen „Befreiungsarmee des Kosovo" einerseits und der jugoslawischen Armee und Polizei andererseits eingemischt und Bombenangriffe auf Jugoslawien unternommen, das damals aus Serbien und Montenegro bestanden hatte. Im März 2004 war es zu Ausschreitungen der Albaner des Kosovo gegen die serbische Bevölkerung gekommen, die zur massenhaften Aussiedlung der Serben aus Kosovo und zur Vernichtung zahlreicher historisch und kulturell wertvoller Gebäude führten.

    Am 17. Februar 2009 hatten die albanischen Behörden des Kosovo einseitig die Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Die selbsterklärte Republik Kosovo wird von Serbien, Russland, China, Spanien, dem Iran und einer Reihe anderer Staaten nicht anerkannt.

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    Tags:
    Provokationen, Neutralität, Aleksandar Vučić, Wladimir Putin, Serbien