18:01 23 Oktober 2018
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    Simferopol, Hauptstadt der Schwarzmeer-Halbinsel Krim (Archiv)

    Diaspora in Moskau will Erlass über Übergabe der Krim an Ukraine für nichtig erklären

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Der Vorsitzende der ukrainischen Diaspora in Moskau, Nikolai Ljach, hat die Behörden aufgerufen, den Erlass über die Übergabe der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (USSR) 1954 für nichtig zu erklären. „Dieses Dokument war ein Fehler“, betonte Ljach am Dienstag in der Krim-Hauptstadt Simferopol.

    „Die Krim strebte nach Selbstbestimmung in all den Jahren im Staatsverband der unabhängigen Ukraine. Die Staatsduma und der Föderationsrat als gesetzgebende Machtorgane (Russlands), das als Rechtsnachfolger der Sowjetunion gilt, sollten die Akten von 1954 nun per Dekret aufheben.“

    Das könnte den Ansprüchen Kiews auf die Halbinsel ein Ende setzen, sagte Ljach in einer Rundtischsitzung zum Thema „Beziehungen der Krim zu Landsleuten im Ausland“. Zugegen waren Vertreter gesellschaftlicher Organisationen und ukrainischer Diaspora aus Italien, Deutschland, Polen, Bulgarien, Moldau, Georgien, Litauen und einigen anderen Ländern.

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    Das Gebiet Krim blieb bis 1954 im Staatsverband der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR). Am 19. Februar 1954 übergab das Präsidium des Obersten Sowjets der Sowjetunion das Gebiet an die USSR. Urheber der Idee war der damalige Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow, der lange Zeit in der Ukraine gearbeitet hatte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 blieb die Krim im Staatsverband der Ukraine.

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    Diaspora, Aufruf, Übergabe, Aufhebung, Nikolai Ljach, Krim, Russland, Ukraine