12:13 15 Oktober 2018
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    Jens Stoltenberg

    Nato besorgt über verstärkte Militärpräsenz Russlands im Schwarzen Meer – Stoltenberg

    © AP Photo / Virginia Mayo
    Politik
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    Die Nato-Staaten sind besorgt über die verstärkte militärische Präsenz Russlands im Schwarzen Meer. Das erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einem Treffen der Nato-Georgien-Kommission am Mittwoch.

    „Heute haben die Verbündeten ihre volle Unterstützung für die Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität Georgiens erneut bekräftigt. Wir rufen Russland dazu auf, Abchasien und Südossetien nicht mehr anzuerkennen und seine Truppen aus diesen Regionen Georgiens abzuziehen”, sagte er vor Journalisten.

    Die Nato-Staaten seien besorgt über die militärische Stärkung Russlands in der Schwarzmeerregion, die von vorrangiger Bedeutung für sie und für Georgien sei, fügte Stoltenberg hinzu.

    „Unsere Kooperation in diesem Bereich ist enger denn je. Das betrifft die Ausbildung der georgischen Küstenwache und die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Seestreitkräften Georgiens und der Nato, die durch Kontakte zwischen dem Maritimen Operationszentrum Georgiens und dem Marinekommando der Nato möglich ist“, so der Nato-Chef abschließend.

    In der Nacht zum 8. August 2008 hatten georgische Truppen die abtrünnige Provinz Südossetien angegriffen und einen Teil der Hauptstadt Zchinwal zerstört. Zum Schutz der Bürger, von denen viele auch russische Pässe hatten, verlegte Russland für die Befriedung Georgiens eigene Truppen in die Region. Abchasien, welches die Jurisdiktion von Tiflis ebenso nicht anerkannte, verdrängte die georgischen Truppen mittlerweile aus dem Kodori-Flusstal. Am 26. August 2008 erkannte Moskau die Souveränität beider Republiken an und nahm diplomatische Beziehungen zu ihnen auf.

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    Tags:
    Militärpräsenz, Besorgnis, NATO, Jens Stoltenberg, Schwarzes Meer, Georgien, Russland