20:43 16 Oktober 2018
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    Sarmat-Rakete

    In nur einem Jahr: So viele Satan-2-Raketen in Russland getestet

    © Foto : Verteidigungsministerium Russlands
    Politik
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    Die russischen Weltraumtruppen haben seit Dezember 2017 zwei neueste ballistische Interkontinental-Raketen des Typs „Sarmat“ (Nato-Code: Satan 2) und eine „Jars“- Interkontinentalrakete abgefeuert. Das verlautete am Donnerstag aus dem russischen Verteidigungsministerium.

    Demnach erfolgten im Dezember 2017 und im März 2018 die Wurftests von „Sarmat“.

    Zudem seien vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordwestrussland Trägerraketen Sojus-2.1b und  Sojus-2.1w und eine Trägerrakete vom Typ „Rockot“ ins All gestartet worden.

    Wie die Behörde weiter mitteilte, habe es von den Kosmodromen Plessezk und Baikonur insgesamt 14 Starts gegeben.   

    Am Donnerstag begehen die russischen Weltraumtruppen ihren Berufsfeiertag. Mit dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten am 4. Oktober 1957 vom Weltraumbahnhof Baikonur hat die kosmische Ära begonnen.

    An der Entwicklung der Sarmat-Rakete, die bei einem Startgewicht von 100 Tonnen Nutzlasten von bis zu zehn Tonnen transportieren soll, wird seit 2011 gearbeitet. Die neue Flüssigtreibstoff-Rakete soll ab 2020 die in den Nato-Staaten als SS-18 „Satan“ bekannte Wojewoda-Rakete ablösen.

    Am 1. März hatte Putin in seiner Jahresbotschaft an die Nation unter anderem über neuartige russischen Waffen als Antwort Moskaus auf den Ausstieg der USA aus dem Raketenabwehrvertrag ABM informiert. Zudem teilte der Oberbefehlshaber mit, dass die strategischen Atomstreitkräfte Russlands in letzter Zeit 80 neu interkontinentale ballistische Raketen, 102 U-Boot-gestützte ballistische Raketen und drei strategische U-Boote der Klasse „Borej“ erhalten hätten.

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    Tags:
    Tests, Sarmat (Interkontinentalrakete), Kosmodrom Plessezk, Baikonur, Luft- und Weltraumtruppen Russlands, Verteidigungsministerium, NATO, Wladimir Putin, Kasachstan, USA, Russland