15:14 19 Oktober 2018
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    Hackerangriff (Symbolbild)

    US-Regierung wirft sieben russischen „Offizieren“ Hackerangriffe vor

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Wenige Stunden nach dem Hacker-Vorwurf aus den Niederlanden legen nun auch die USA Russland Cyberangriffe zur Last. Nach Darstellung des US-amerikanischen Justizministeriums sollen sieben russische Offiziere „böswillige Cyber-Aktivitäten“ gegen Amerika, seine Verbündeten und internationale Organisationen betrieben haben.

    „Heute beschuldigen wir sieben russische Offiziere, eine Reihe von US-Gesetzen verletzt und böswillige Cyber-Aktivitäten gegen die USA und ihre Verbündeten betrieben zu haben“, teilte John Demers, Assistent des amerikanischen Generalstaatsanwalts, am Donnerstag mit. Nach seinen Angaben halten sich alle Beschuldigten in Russland auf. 

    Scott Brady, Staatsanwalt von Western District of Pennsylvania, präzisierte, dass die Russen Geheimdaten geklaut und veröffentlicht haben sollen.

    „Alle sieben werden beschuldigt, private und geheime Informationen gestohlen und publik gemacht zu haben, um sich so an Russlandkritikern zu rächen und die öffentliche Meinung zugunsten Russlands zu beeinflussen.“

    Ziele der Beschuldigten seien 35 Antidopingagenturen und Sportverbände gewesen, darunter die WADA, die USADA und die Fifa, aber auch  ein Chemiewaffenlabor in Den Haag und ein Atomenergieunternehmen in den USA, teilte das Justizministerium in Washington mit.

    Zudem würden alle Verdächtigten der Geldwäsche beschuldigt, hieß es. „Das bedeutet, dass sie Kryptowährungen wie Bitcoin genutzt haben, um Server und weitere Infrastruktur für die Umsetzung ihrer Pläne zu bezahlen.“

    Die US-Bundespolizei FBI ließ ihrerseits wissen, dass alle sieben Beschuldigten Mitarbeiter des russischen militärischen Nachrichtendienstes seien.

    Zuvor am Donnerstag hatte die niederländische Regierung bekannt gegeben, vier russische Staatsbürger ausgewiesen zu haben. Diese sollen versucht haben, Zugriff auf Ermittlungsdaten zum Abschuss der malaysischen Boeing MH17 über der Ostukraine zu bekommen. Darüber hinaus wird den Russen zur Last gelegt, einen Hacker-Angriff auf die in Den Haag ansässige Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) vorbereitet zu haben.

    Die russische Seite hält sich mit offiziellen Kommentaren vorerst zurück. Inoffiziell hieß es aus dem Außenamt in Moskau, dass die Vorwürfe erfunden seien. So habe Moskau ohnehin einen Zugriff zu den Informationen der OPCW.

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    Tags:
    Justizministerium, USADA, FIFA, WADA, Niederlande, USA, Russland