20:56 16 Oktober 2018
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    Pentagon (Symbolbild)

    Pentagon entwickelt Bio-Waffen? Forscher hegen Verdacht

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    Das Programm der US-Militärs zum Einsatz von Insekten für die Verbreitung von genetisch veränderten Viren könnte die Biowaffenkonvention (BWC) verletzen. Das geht aus der Studie einer internationalen Forschungsgruppe hervor, die die US-Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht hat.

    Das Projekt „Insect Allies“ (deutsch Insekten-Verbündete) werde in der amerikanischen „Organisation für Forschungsprojekte in der Verteidigung“ (Defense Advanced Research Projects Agency, DARPA), also in einer Behörde des Pentagons, entwickelt. Offiziell solle die Aufgabe der Experimente darin bestehen, einen „horizontalen“ Algorithmus bei den Pflanzen-Chromosomen zu ermitteln, der durch die von Insekten verbreiteten Viren entstehen würde. Es werde angegeben, dass das Programm in der Landwirtschaft Verwendung finden würde.   

    Die Autoren der Studie weisen auf die weitreichenden biologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die Umwelt hin, die die Realisierung dieses Pentagon-Programms nach sich ziehen kann. Die Wissenschaftler zweifeln daran, ob das Projekt der amerikanischen Landwirtschaft praktische Vorteile bringen kann.     

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    „Schließlich kann das Programm von vielen als ein Versuch wahrgenommen werden, biologische Agenten ebenso wie die Mittel zu ihrer Beförderung für feindliche Zwecke herzustellen. Das — sollte es wahr sein — wird eine Verletzung der Biowaffenkonvention  (BWC) darstellen“, heißt es im Bericht.    

    Das Projekt „Insect Allies“ soll Berichten zufolge 27 Millionen Dollar seit 2016 in Anspruch genommen haben. 

    Die Forscher an den Universitäten Deutschlands und Frankreichs im Bereich der evolutionären Genetik sowie der Bioethik sollen den Artikel für die etablierte wissenschaftliche Zeitschrift verfasst haben.

    Das Verteidigungsministerium Russlands hatte am Donnerstag die amerikanischen Wissenschaftler, die im georgischen Richard-Lugar-Labor arbeiten, der Menschenversuche beschuldigt. Das Verteidigungsamt vertritt die Ansicht, dass die USA unter dem Vorwand der Behandlung der georgischen Bürger einen toxischen chemischen Wirkstoff getestet hatten. Daraufhin hieß es aus dem Pentagon, dass das Lugar-Zentrum den georgischen Behörden gehöre. Der Sonderbeauftragte des georgischen Premierministers für die Verbindungen zu Russland, Surab Abaschidse, hatte bekannt gegeben, dass das Labor von Tiflis aus finanziert und verwaltet werde.      

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    Tags:
    Umwelt, Experimente, Chromosom, Pentagon, USA