01:57 20 Oktober 2018
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    #MeToo: Russische Außenamtssprecherin nennt Kampagne „unvorstellbare Schande“

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    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die #MeToo-Kampagne heftig kritisiert: Diese „Kampagnenmacherei“ löse keine Probleme und schade denjenigen, die für Frauenrechte kämpften.

    „Was für eine unvorstellbare Schande aus dieser #MeToo-Kampagne geworden ist! Und was für ein kolossaler Schlag denjenigen versetzt wurde, die sich wirklich für Frauenrechte einsetzen“, schrieb Sacharowa auf ihrer Facebook-Seite.

    „Ich habe es schon gesagt, werde es aber wiederholen: eine Problemlösung und eine Kampagnenmacherei sind zwei verschiedene Dinge. In diesem Fall hat die Kampagnenmacherei der Problemlösung geschadet.“

    Die italienische Schauspielerin Asia Argento
    © AFP 2018 / Frederick M. Brown, Loic VENANCE
    Die russische Außenamtssprecherin hatte zuvor gesagt, wie man aus ihrer Sicht am besten gegen die sexuellen Belästigungen von Frauen vorgehen sollte. Eine Frau, die Opfer eine Belästigung geworden sei, sollte das laut Sacharowa sofort bei der Polizei melden.

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    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor beklagt, dass es für junge Männer in Amerika sehr „schrecklich“ geworden sei. Man könne eines Verbrechens beschuldigt werden, das man gar nicht begangen habe.

    Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve ist ebenfalls keine Verfechterin der #MeToo-Kampagne. Sie hatte früher einen Brief unterschrieben, der in der Zeitung „Le Monde“ veröffentlicht wurde. Darin heißt es: „Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber beharrliches oder ungeschicktes Flirten ist kein Verbrechen, noch ist Ritterlichkeit eine chauvinistische Aggression.“

     

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    Tags:
    MeToo, Frauenrechte, Maria Sacharowa, USA, Russland