13:18 17 Oktober 2018
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    Russische Botschaft in Kiew  (Archivbild)

    „Aus Angst vor Gegenmaßnahmen“: Kiew schließt russische Generalkonsulate nicht

    © Sputnik / Alexey Vovk
    Politik
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    Trotz der angespannten Beziehungen zu Russland hat die Ukraine laut ihrem Außenminister Pawlo Klimkin nicht vor, russische Generalkonsulate zu schließen, weil sie Gegenmaßnahmen seitens Moskaus befürchtet.

    Wie Klimkin am Samstag gegenüber dem TV-Sender UA: Charkiw sagte, halten sich zurzeit rund drei Millionen Ukrainer in Russland auf.

    Gegen sie werden laut dem Minister regelmäßig „Provokationen vorgenommen“, deswegen sei die konsularische Präsenz der Ukraine in Russland nötig.

    „Wenn wir hier diese Konsulate räumen, wird Russland natürlich unsere Konsulate schließen“, unterstrich er.

    Zugleich werden die diplomatischen Vertretungen Russlands in der Ukraine regelmäßig überfallen.

    So hatten Unbekannte im September Autos von russischen Diplomaten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Müll übergossen. Mit Farbe wurden verunglimpfende Aufschriften aufgetragen. Die Autoreifen wurden durchstochen. Die Autonummern wurden weggerissen.

    Im August war mitgeteilt worden, dass das russische Konsulat in Kiew mit Rauchkörpern beworfen worden sei.

    Die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau hatten sich nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland im März 2014 und nach Beginn des Donbass-Konflikts im April desselben Jahres verschlechtert.

    Das ukrainische Parlament hatte im Januar das Gesetz über die Reintegration des Donbass verabschiedet. Russland wird darin als „Aggressor“ und das von Kiew nicht kontrollierte Territorium der Ukraine als „besetzt“ bezeichnet. In der Endfassung des Dokuments ist von der vorrangigen Bedeutung der Minsker Vereinbarungen keine Rede mehr.

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    Tags:
    Schließung, Generalkonsulate, TV-Sender UA: Charkiw, Pavlo Klimkin, Russland, Ukraine