12:21 15 Oktober 2018
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    „Dem Kreml das Licht abdrehen“: Russische Politiker reagieren auf britische Drohung

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    Politik
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    Die Drohung aus Großbritannien, durch Hackerangriffe einen massiven Blackout in Moskau auszulösen, ist in Russland auf geteilte Reaktionen gestoßen. Während Moskauer Politiker sich skeptisch zeigen, befürchtet die Botschaft in London, dass das Königreich Ernst macht.

    Die Zeitung „Sunday Times“ hat am Sonntag berichtet, dass das britische Verteidigungsministerium massive Hackerattacken auf Energieversorgungssysteme in Russland in Erwägung ziehe, um auch „dem Kreml das Licht abzudrehen“. Zu dieser Maßnahme will man laut der Zeitung allerdings nur im Fall einer „Aggression“ Moskaus greifen. 

    „Das klingt nach einer Phantasmagorie im Stil der schlimmsten Spionageromane“, kommentierte Franz Klinzewitsch vom Verteidigungsausschuss des Föderationsrats (russisches Parlamentsoberhaus) am Sonntag.

    „Da wäre selbst Ian Fleming mit seiner Bondiade neidisch.“

    Die Meldung der Zeitung „Sunday Times“ bezeichnet er als „Fake-News“. „Ich persönlich glaube das nicht“, sagte Klinzewitsch. Wenn der britische Geheimdienst eine solche Option aber wirklich in Betracht ziehe, so spräche das von seiner Inkompetenz.

    „Es kann ja auch sein, dass Großbritannien auf diese seltsame Weise an seine einstige Großmachtstellung erinnern will. Jedenfalls ist das nicht die Methode eines zivilisierten Staates.“

    Irina Jarowaja, stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), attestierte Großbritannien eine „Krise der Zurechnungsfähigkeit“.

    „Wer ist in Großbritannien jetzt verrückt geworden: Die Zeitung, die von einer angeblichen unmittelbaren terroristischen Drohung vonseiten der britischen Regierung spricht, oder britische Politiker, auf die sich die Zeitung beruft?“, fragte Jarowaja. Derartige Drohungen seien nicht klug und aussichtlos.

    Die Drohung, dem Kreml das Licht abzudrehen, sei nichts weiter als eine prägnante Redewendung, um Aufsehen zu erregen und Russland zu dämonisieren, urteilte Dmitri Nowikow, Vizechef des Duma-Ausschusses für Auswärtiges. Um sich dagegen abzusichern, müsste Russland den Weg der Entwicklung gehen und vor allem seine Wirtschaft stärken.

    Die russische Botschaft in London erklärte dagegen, dass die Informationen der „Sunday Times“ stimmen könnten. Dafür spräche, dass bisher kein Dementi und überhaupt keine Reaktion durch die britische Regierung erfolgt seien, so die Stellungnahme.

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    Kreml, London, Großbritannien, Russland