13:23 11 Dezember 2018
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    IWF-Logo auf dem Gebäude des FondsRecep Tayyip Erdogan

    Erdogan will keine IWF-Kredite mehr

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    Die Türkei ist laut ihrem Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht mehr gewillt, beim Internationalen Währungsfonds Kredite aufzunehmen.

    „Wir haben das Kapitel der IWF-Kredite zugeschlagen, um es nie wieder aufzuschlagen“, erklärte Erdogan vor Aktivisten der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in der Stadt Kızılcahamam.

    Diese seine Worte erklangen vor dem Hintergrund der immer schlechter werdenden Beziehungen zu Washington, was unter anderem auf die Affäre um den US-Pastor Andrew Branson zurückzuführen ist. Branson war im Jahr 2016 von den türkischen Behörden festgenommen worden. Die USA haben außerdem Sanktionen gegen den türkischen Justizminister Abdulhamit Gül und den Innenminister des Landes, Süleyman Soylu, wegen „gravierender Verstöße gegen die Menschenrechte“ verhängt.

    Wie US-Präsident Donald Trump bekanntgab, habe er die Erhöhung der Zölle auf Aluminium und Stahl aus der Türkei um 20 bzw. 50 Prozent genehmigt. Dies führte zu einem Sturz der türkischen Lira auf ein historisches Minimum. Ankara erhöhte im Gegenzug die Zölle auf 22 US-amerikanische Warenarten (darunter Tabak, Alkohol, Kraftwagen, Kosmetika, Reis und Obst) im Gesamtwert von 593 Millionen Dollar.

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    Tags:
    Zölle, Kredite, Beziehungen, IWF, Abdulhamit Gül, Süleyman Soylu, Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, USA