00:23 12 Dezember 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (r.) und der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Archiv)

    Nach Il-20-Abschuss: Treffen mit Putin wie „Lichtblick für Netanjahu“ - DT

    © Sputnik / Alexej Druschinin
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und der israelische Premier Benjamin Netanjahu haben sich auf ein neues Treffen geeinigt, das den Perspektiven der Militärkooperation in Syrien gewidmet sein wird. Das schreibt die britische Zeitung „The Daily Telegraph“.

    Das ist eine gute Nachricht für Netanjahu vor dem Hintergrund der vor kurzem eingeleiteten Ermittlungen gegen seine Ehefrau.

    Es wird das erste Treffen Putins mit Netanjahu seit Juli sein — und das ist ein positives Zeichen, wenn man die jüngste Anspannung zwischen Moskau und Tel Aviv wegen des Ende September in Syrien abgeschossenen russischen Aufklärungsflugzeugs Il-20 bedenkt. Damals kamen 15 russische Militärs ums Leben.

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    Sein bevorstehendes Treffen mit dem Kreml-Chef kündigte Netanjahu in einer Ministerberatung an.

    Nach „Daily Telegraph“-Informationen hat Putin Netanjahu den Zwischenfall um die Il-20 zwar verziehen, aber ihn zugleich gewarnt, „dass solche Situationen künftig nie mehr vorkommen dürfen“.

    Und in der vergangenen Woche spitzten sich die Beziehungen zwischen Moskau und Tel Aviv wegen der Lieferung von russischen S-300-Abwehrraketen an Syrien zu. Mit diesen Raketen könnten die Syrer jetzt israelische Luftangriffe effizienter abwehren.

    In Tel Aviv ist man über die wachsende Einflusskraft des Irans und der schiitisch-libanesischen Gruppierung Hisbollah beunruhigt, die den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützt. Netanjahu versprach, eine Ausweitung der iranischen Präsenz in Syrien zu verhindern, damit sich dieses Land nicht in eine „Brücke“ für Waffenlieferungen in den Libanon verwandelt.

    Dabei steht Netanjahu zu seinem Wort: Seit 2017 hat Israel mehr als 200 Luftschläge gegen iranische Objekte in Syrien versetzt. Wie die russischen S-300-Lieferungen an Syrien diese Situation beeinflussen könnte, sei vorerst unklar, so „Daily Telegraph“.

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    Die Zeitung unterstrich, dass für Netanjahu die Ankündigung des neuen Treffens mit Putin „zu einem Lichtstrahl an einem dunklen Tag“ geworden sei. Denn am Sonntag haben Ermittlung gegen seine Gattin Sara wegen Betrugs und Amtsmissbrauchs begonnen.

    Vermutlich hat sie Haushaltsgelder rechtswidrig ausgegeben. Unter anderem soll Sara Netanjahu in teuren Restaurants Essen in die Residenz des Regierungschefs für insgesamt 100 000 Dollar bestellt haben, obwohl es dort einen eigenen Koch gibt. Außerdem wird behauptet, dass der Premier von seinem Personal verlangt habe, zu verheimlichen, dass er einen eigenen Koch hat. Die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 13. November angesetzt.

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    Treffen, Abschuss, S-300, Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu, Syrien, Israel, Russland