23:54 13 Dezember 2018
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    Fußballfans von Werder Bremen (Archiv)

    Keine Dauerkarten mehr für AfD-Mitglieder?

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    Der Bundesligist Werder Bremen überlegt offenbar, künftig einen harten Kurs gegen die AfD zu fahren. Anlass dazu gibt ein Mailverkehr zwischen dem Präsidenten Hubertus Hess-Grunewald und einem Fan, der der „Welt“ vorliegen soll.

    Der Werder-Präsident hatte sich in einem Interview deutlich von der AfD distanziert und gesagt: "Es ist ein Widerspruch, Werder und die AfD gut zu finden."  In dem Email-Verkehr, der der „Welt“ vorliegen soll, wird Hubertus Hess-Grunewald gegenüber einem Werder-Fan offenbar noch deutlicher. Der 57-Jährige denkt demnach offenbar darüber nach, die Dauerkartenvergabe bei dem Bundesligisten neu zu regeln. Nach Angaben des Blattes drohe Hess-Grunewald dem Fan, der dessen Aussagen zur AfD in Zusammenhang mit Werder Bremen kritisch sieht, mit dem Entzug seiner Dauerkarte.

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    Bei dem Fan handelt es sich laut der „Welt“ um einen Mann, der  nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren eine Dauerkarte bei Werder Bremen besitze. In der Mail habe der Anhänger geschrieben, dass er seine Mitgliedschaft ablege, weil Hess-Grunewald mit seinen Aussagen zur AfD und Werder gegen die Satzung des Vereins verstoßen habe. Seine Werder-Dauerkarte wolle er aber behalten. Der Fan beruft sich auf Paragraf 2, Punkt 2 der Vereinssatzung. Darin steht: „Der Verein ist politisch und religiös streng neutral und steht in allen seinen Belangen auf demokratischer Grundlage.“

    AfD-Wähler bei Werder nicht unerwünscht

    Hess-Grunewald habe dem Fan laut „Welt“ geantwortet, dass AfD-Wähler bei Werder nicht unerwünscht seien. Der Werder-Präsident habe in der E-Mail auch erklärt, dass „eine ganz geringe Zahl von Mitgliedern“ aufgrund seiner AfD-Aussage im Mein-Werder-Interview die Mitgliedschaft bei Werder gekündigt habe. „Meine Aussage wird offenbar von Ihnen nicht als Aufforderung zum Dialog und zur Auseinandersetzung mit den Werten von Werder Bremen verstanden“, so Hess-Grunewald.

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    Tags:
    Meinungsfreiheit, Fußball, Rassismus, Demokratie, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Deutschland