07:20 16 Dezember 2018
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    Soldaten der von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF)

    Moskau: USA versuchen, einen Quasi-Staat östlich von Euphrat zu schaffen

    © AFP 2018 / Delil Souleiman
    Politik
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    Die USA versuchen laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, mithilfe ihrer syrischen Verbündeten auf den Gebieten östlich des Euphrat-Flusses einen Quasistaat zu schaffen.

    „Ich bin mit Ihnen nicht einverstanden, dass Idlib die letzte Problem-Region auf dem syrischen Territorium ist. Es gibt dort östlich des Euphrats riesige Gebiete, auf denen absolut inakzeptable Dinge passieren. Diese Gebiete versuchen die USA über ihre syrischen Verbündeten, vor allem Kurden, dazu zu nutzen, um dort einen Quasistaat zu schaffen“, sagte Lawrow am Freitag gegenüber Journalisten.

    Das Vorgehen der USA sei illegal. Die Amerikaner richten dort laut Lawrow alternative Behörden ein.

    Washington unterstütze zudem die Rückkehr und Unterbringung von Flüchtlingen auf diesem Territorium. „Dabei wollen weder die USA, noch Frankreich oder andere westliche Staaten Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen in die von der legitimen syrischen Regierung kontrollierten Gebiete schaffen“, fügte Lawrow hinzu. Der Westen fordere als Voraussetzung den Beginn eines vertrauenswürdigen politischen Prozesses.

    „Die Frage ist nun, warum man am Ostufer des Euphrat-Flusses, das von den USA und deren örtlichen Verbündeten kontrolliert wird, keinen vertrauenswürdigen politischen Prozess abzuwarten braucht."

    Auf diesem Territorium wollen die USA laut dem russischen Chefdiplomat eine Region schaffen, die vermutlich der Vorläufer eines neuen Staates werden soll. „Oder es wird erneut ein brandgefährliches Spiel wie im Fall der Autonomen Region Kurdistan im Irak geben – die Idee des sogenannten großen Kurdistans.“

    Lawrow schließt nach eigenen Worten nicht aus, dass Washington die Spannungen in der Region gezielt aufrechtzuerhalten versucht, damit „niemand zur Ruhe kommen“ kann.

    „In derart trüben Gewässern ist es für sie wesentlich leichter, den Fisch zu fangen, den sie fangen wollen. Das hat nie zu etwas Gutem geführt“, betonte der Außenminister.

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    Tags:
    Militär, Euphrat, USA, Russland, Syrien