01:29 19 November 2018
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    Teststart des Raketensystems S-400 (Symbol)Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin (Archivfoto)

    Kreml weiß nichts von „weltumfassenden S-700-Fla-Systemen“ russischer Armee

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    Der Kreml hat die Information des Duma-Abgeordneten Wladimir Schirinowski, laut der Russland über fortgeschrittene Flugabwehrraketensysteme S-600 und S-700 verfüge, nicht bestätigen können. Präsidentensprecher Dmitri Peskow räumte jedoch ein, dass Schirinowski besser informiert sein könnte.

    Schirinowski (72), Fraktionschef der Liberaldemokratischen Partei LDPR in der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), hatte in einer Talkshow im Staatsfernsehen behauptet, Russland verfüge über Flugabwehr-Raketensysteme "S-600 und S-700", die den „gesamten Planeten abdecken könnten, (…) so dass kein Flugzeug starten würde“.

    Damit kommentierte der für sein exzentrisches Verhalten bekannte Politiker die vor kurzem erfolgte Lieferung der Vorgängermodifikation S-300 nach Syrien, die vor allem in Israel für Aufsehen gesorgt hat.

    Dem Kreml sei über derartige Systeme nichts bekannt, sagte Dmitri Peskow am Montag auf Journalistenanfrage.

    Als Pressesprecher des russischen Präsidenten verfüge er selbst nicht über Informationen aus einem „derart sensiblen Bereich der Militärtechnik“, so Peskow. „Deshalb kann ich da nichts sagen. Herr Schirinowski ist möglicherweise besser über Fla-Modelle informiert.“

    S-400 ist gegenwärtig das modernste Flugabwehr-Raketensystem der russischen Streitkräfte. Die Weiterentwicklung S-500 Prometheus ist erst im Bau. Von einem "S-600" geschweige denn "S-700" ist nichts öffentlich bekannt.

    Der prominente Moskauer Waffenexperte Igor Korotschenko mutmaßte, dass ein Nachfolgesystem mit dem Namen S-700 erst in 25 bis 30 Jahren entstehen und im nahen Weltall aufgestellt werden könnte – als Reaktion auf die US-Aufrüstung im All. Laut seiner Vision könnte das System statt Abfangraketen Laser nutzen.

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    Luftabwehr-Raketensystem S-500, S-400, S-300, Kreml, Staatsduma, Wladimir Schirinowski, Dmitri Peskow, Israel, Syrien, Russland