11:06 19 November 2018
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    NATO Secretary General Anders Fogh Rasmussen pauses before speaking during a Carnegie Europe think tank event at the Bibliotheque Solvay in Brussels on Monday, Sept. 15, 2014

    Ex-Nato-Generalsekretär nennt Verantwortliche für Chaos in Weltpolitik

    © AP Photo / Virginia Mayo
    Politik
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    Der ehemalige Generalsekretär der Nato, Anders Fogh Rasmussen, hat in einem Interview für den US-Fernsehsender CNBC die Gründe für das Chaos in der Weltpolitik erläutert.

    Rasmussen zufolge ist die außenpolitische Herangehensweise „America First“ (dt. „Amerika zuerst“) von US-Präsident Donald Trump kein Teil der Lösung der Probleme, wenn es um die Wiederherstellung der internationalen Ordnung geht.

    Nur die Vereinigten Staaten hätten die globale Reichweite, um als jemand zu agieren, der das Völkerrecht und die Ordnung wiederherstellen könne.

    G7-Staatschefs beim Gipfel in La Malbaie, Kanada (Archivbild)
    © AP Photo / German Federal Government/ Jesco Denzel
    „Allerdings scheint es im Moment etwas schwierig zu sein, denn der US-Präsident hat sich sozusagen zurückgezogen. Er hat sich aus dem Weltgeschehen zurückgezogen und deshalb sehen wir gerade dieses Chaos. Die Welt braucht Führung und nur die Amerikaner können diese Führung übernehmen“, äußerte der Politiker.

    Der frühere Generalsekretär des Militärbündnisses, der auch acht Jahre lang bis 2009 den Posten von Premierminister Dänemarks bekleidete, hatte  zuvor erklärt, die USA seien das einzige Land mit der „materiellen und moralischen Größe“, das Frieden fördere und den Sturz in ein politisches Chaos verhindere.

    Derzeit bestehe ein klares Risiko, dass Präsident Trump im Jahr 2020 wiedergewählt würde. Er werde also bis 2024 an der Macht sein.

    „In der Zwischenzeit denke ich, dass (Europa) die Verantwortung hat, den Amerikanern eine Plattform zu geben, die eine amerikanische globale Führung wollen. Und wir sollten auch – von der europäischen Seite aus – mehr tun, um den Amerikanern dabei zu helfen, diese Führung auszuüben“, so Rasmussen.

    Die Kommentare von Rasmussen kommen in einer Zeit wachsender diplomatischer Spannungen zwischen dem Westen und Saudi-Arabien. Das Verschwinden des oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi hatte zu einem internationalen Aufschrei gegen das ölreiche Königreich geführt und die Finanzmärkte erschüttert.

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    Tags:
    Ordnung, Weltpolitik, Spannungen, Verantwortung, Völkerrecht, Chaos, Frieden, CNBC, NATO, Donald Trump, Anders Fogh Rasmussen, Dänemark, Saudi-Arabien, USA