09:04 21 November 2018
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    Muslime (Symbolbild)

    Islam-Partei will in Belgien die Scharia einführen

    © AFP 2018 / YASIN AKGUL
    Politik
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    Die „Partei Islam“ ist am vergangenen Sonntag bei den belgischen Kommunalwahlen angetreten. Mitbegründer Redouane Ahrouch wünscht sich mitten in Europa einen „100 Prozent reinen islamischen Staat, wie zur Zeit unseres lieben Propheten Mohammed“. Er ist der Überzeugung, dass im Jahr 2030 in Brüssel hauptsächlich Muslime leben.

    Der Mitbegründer der „Partei Islam“ in Belgien Redouane Ahrouch wünscht sich einen „100 Prozent reinen islamischen Staat, wie zur Zeit unseres lieben Propheten Mohammed“. Das sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für ihn hieße das: Männer und Frauen im Bus getrennt, Halal-Essen in der Schulkantine und Wahllisten möglichst ohne Frauen. Das französische Magazin „Causeur“ beschrieb die Parteiagenda so: „Ersetze alle Zivil- und Strafgesetzbücher durch die Scharia. Punkt.“ Laut der Parteispitze soll der islamische Staat mit dem belgischen Gesetz konform sein.

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    „Brüssel ab 2030 hauptsächlich muslimisch“

    Ahrouch ist der Überzeugung, dass seine Partei gute Chancen bei den Wahlen in Belgien hat. Immerhin würden ab 2030 hauptsächlich Muslime in Brüssel leben, so der Parteivorsitzende. Die Partei hat nach eigenen Angaben 313 Mitglieder.

    Bei der belgischen Kommunalwahl am Sonntag verlor die Partei allerdings ihren Sitz im Brüssler Stadtteil Molenbeek und flog aus dem Gemeindeparlament. Angetreten war sie in Molenbeek und im Bezirk Brüssel-Stadt.

    Ahrouch selbst ist bislang Stadtrat in Anderlecht. Das dürfte sich aber bald ändern. Seine Liste wurde nicht zur Wahl zugelassen. Nach Angaben der Verwaltung von Anderlecht lagen nicht genügend gültige Unterschriften vor. Ahrouch sagte dazu: „Ich habe alle Rechtsmittel eingelegt, um meinen Ausschluss in Anderlecht anzufechten.“

    „Ideologie eines fundamentalistischen Islam“

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    Seinen Job beim Nahverkehrsbetrieb verlor Ahrouch bereits im Mai. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte:

    „Natürlich respektieren wir die Redefreiheit, aber wir können die Ideen der Partei aus Gründen der Diskriminierung nicht akzeptieren.“

    Auch der Politologe Dave Sinardet von der Freien Universität Brüssel meint:

    „Es ist offensichtlich, dass ihre Ideologie an eine Form von radikalem und fundamentalistischem Islam angelehnt ist.“

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    Tags:
    Wahl, Scharia, Islam, IS, Belgien