19:02 20 November 2018
SNA Radio
    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Lawrow: Großbritannien will interne Probleme auf Russland abwälzen

    © Sputnik / Michail Woskressenskij
    Politik
    Zum Kurzlink
    91086

    Die britischen Behörden haben sich entschlossen, ihre inneren Probleme mit angeblichen Machenschaften Russlands zu erklären. Dabei nahmen sie sich ein Beispiel an den US-Demokraten, die ihre Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen mit "Verbindungen von Donald Trump zu Russland rechtfertigen", sagte der russische Außenminister, Sergej Lawrow.

    "Diplomatische Beziehungen hängen davon ab, inwieweit die Partner bereit sind, den diplomatischen Anstand zu wahren. Unsere britischen Kollegen, die unsere Beziehungen niederreißen, sind dem diplomatischen Anstand jetzt nicht sehr zugetan. Ich habe bereits gesagt, dass auf Dutzende diplomatische Noten keine Antworten erfolgt sind, viele Anfragen an das Büro des Amtes des Auswärtigen und des Commonwealth sind auch ohne Antwort geblieben", hat Lawrow in einem Interview mit dem Fernsehsender Euronews mitgeteilt.

    "Ich habe den stetigen Eindruck, dass diejenigen im Vereinigten Königreich, die an der Macht sind, einfach beschlossen haben, ihre inneren Probleme, angefangen mit dem Brexit, auf die Russische Föderation abzuwälzen und ihre inneren Probleme mit Machenschaften der Russischen Föderation zu erklären", fügte Lawrow hinzu.

    Seinen Worten zufolge lieferten hierbei die Demokraten aus den USA ein Beispiel für die Briten, als sie begannen, ihre Niederlage damit zu rechtfertigen, dass Trump einen unehrlichen Kampf geführt habe und dabei Hilfe von Russland erhalten habe.

    Russland hatte wiederholt die Beschuldigungen widerlegt, versucht zu haben, Wahlen in verschiedenen Ländern zu beeinflussen, und der Pressesprecher des Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Peskow, hatte diese als "absolut unbegründet" bezeichnet. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte in Bezug auf die angebliche russische Einmischung in die Wahlen in den USA und in anderen Ländern, dass es keine Tatsachen gebe, die dies bestätigen würden. Der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, sagte ebenfalls, dass er Versicherungen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin erhalten habe, dass Russland sich nicht in die US-Präsidentschaftswahlen eingemischt habe.

    Putin erklärte, dass es sich um einen internen Streit in den USA handele, und äußerte die Hoffnung auf ein Ende der Untersuchung und den Ausbau der Beziehungen zwischen den Ländern.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    diplomatische Beziehungen, Einmischung, US-Präsidentschaftswahl, britische Behörden, Russisches Außenministerium, John Bolton, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Wladimir Putin, Großbritannien, USA, Russland