13:10 15 November 2018
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    Die syrische Stadt Rakka nach der Offensive der von US-unterstützten Kräfte (Archivbild)

    US-Sanktionen für Beteiligung an Wiederaufbau Syriens möglich – Medien

    © AP Photo / Hussein Malla
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    Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump entwickelt eine neue Vorgehensstrategie in Syrien, welche die Verhängung von Sanktionen gegen am Wiederaufbau des Landes beteiligte russische und iranische Unternehmen vorsieht. Dies berichtet der amerikanische Fernsehsender NBC unter Berufung auf innere Quellen.

    Dem Sender zufolge beinhaltet die Strategie keine direkten Zusammenstöße mit iranischen Militärs. Denn die US-Truppen in Syrien dürften nur zur Selbstverteidigung iranische Einheiten angreifen. Stattdessen sehe der Plan politische und diplomatische Schritte vor, um durch finanziellen Druck „die iranischen Streitkräfte aus Syrien zu vertreiben“.

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    Mit Verweis auf drei mit dem Dokument vertraute Quellen schreibt NBC, die USA würden Finanzhilfe für den Wiederaufbau jener Gebiete zurückbehalten, wo sich russische und iranische Streitkräfte befänden.

    „Zudem werden die USA auch Sanktionen gegen russische und iranische Firmen verhängen, die in den Wiederaufbau in Syrien involviert sind“, heißt es im Artikel.

    Zuvor war berichtet worden, dass die USA Sanktionen gegen 20 iranische Unternehmen und Banken wegen Unterstützung der Basidsch-Miliz im Iran und angeblicher Rekrutierung von Kindersoldaten in Syrien eingeführt hätten.

    Die USA fordern den Rückzug der iranischen Streitkräfte aus Syrien als eine Voraussetzung für Hilfe beim Wiederaufbau des Landes. Sie behaupten, iranische Militärpräsenz mache die politische Beilegung in Syrien unwahrscheinlich und erschwere die Bekämpfung der Terrormiliz IS*. Der US-Sondergesandte für Syrien, James Jeffrey, erklärte allerdings, es handle sich dabei nur um politischen Druck und nicht um einen Militäreinsatz gegen iranische Truppen.

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    Früher hatten die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, bei ihrer Zusammenkunft in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi vereinbart, dass bis zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in der Provinz Idlib geschaffen werden soll. Die Zone werde 15 bis 20 Kilometer breit sein.

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    Tags:
    Wiederaufbau, Sanktionen, NBC, Iran, Syrien, Russland, USA