09:37 18 November 2018
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    Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa

    Moskau: USA wollen Quasi-Staat in Nordosten Syriens schaffen

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    Politik
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    Die USA und die mit ihnen verbündeten kurdischen Milizen versuchen laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa, einen Quasi-Staat im nordöstlichen Teil Syriens zu schaffen, was Russland als für besorgniserregend hält.

    „Die Situation im Nordosten Syriens, wo sich die US-Amerikaner auf ihre kurdischen Verbündeten stützen und versuchen, die legitime Macht des syrischen Staates durch quasistaatliche Verwaltungsstrukturen zu ersetzen, ist nach wie vor besorgniserregend“, sagte Sacharowa am Mittwoch bei einem Briefing.

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    Die Aktivitäten dieser Strukturen seien nicht besonders wirkungsvoll und würden Proteste der Ortsbevölkerung hervorrufen, fügte sie hinzu. So habe die Terrormiliz „Islamischer Staat“* vor kurzem mehrere hunderte Zivilisten im von den kurdischen Kämpfern verlassenen Flüchtlingslager Al-Bahra gefangen genommen und bereits zehn Geiseln hingerichtet.

    In Syrien dauert seit 2011 ein bewaffneter Konflikt an. Ende 2017 war der Sieg über die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in Syrien und dem Irak zwar verkündet worden. In einzelnen Teilregionen der beiden Länder werden jedoch bislang Räumungseinsätze gegen Terrorkämpfer durchgeführt. Zurzeit stehen in Syrien eher die politische Regelung, der Wiederaufbau des Landes sowie die Heimkehr der Flüchtlinge im Mittelpunkt.

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    *eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Konflikt, Staat, Terror, IS, Maria Sacharowa, USA, Syrien