17:32 28 Februar 2020
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    John Bolton, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, wünscht sich, dass sich die Vereinigten Staaten aus dem Vertrag über die Abschaffung von Mittel- und Kurzstreckenraketen zurückziehen. Das schreibt die britische „Guardian” mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Bolton hat demnach eine Empfehlung für den Austritt der USA aus dem Abkommen von 1987 ausgesprochen. Der Grund dafür: Russland verstoße mit dem Bau seines neuen Raketensystems  9M729 gegen den INF-Vertrag.

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    Der Meldung zufolge soll Boltons Initiative in Trumps Ministerkabinett sowie im Außen- und im Verteidigungsministerium abgestimmt werden.

    Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 während eines Besuchs des damaligen Präsidenten der UdSSR Michail Gorbatschow in Washington unterzeichnet worden. Zum ersten Mal sollten ganze Klassen von Raketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 1.000 sowie zwischen 1.000 und 5.500 Kilometern verschrottet werden.

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    Zum Mai 1991 wurde der Vertrag komplett erfüllt. Moskau vernichtete 1.752 und Washington 859 ballistische Raketen und bodengestützte Marschflugkörper. Der Vertrag ist unbefristet. Dabei ist jede Seite berechtigt, beim Vorlegen triftiger Gründe aus dem Vertrag auszusteigen.

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    Tags:
    Austritt, INF-Vertrag, US-State Department, Pentagon, Donald Trump, John Bolton, Russland, USA