09:58 19 November 2018
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    Bilder des Journalisten Khashoggi vor dem Konsulat in Istanbul

    Saudi-Arabien bestätigt Tötung von Journalist in Istanbuler Konsulat - Staatsmedien

    © REUTERS / Murad Sezer
    Politik
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    Saudi-Arabiens Regierung hat am Freitagabend den Tod des oppositionellen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat bestätigt. Dies meldet die saudische staatliche Nachrichtenagentur Spa.

    Zwischen Khashoggi und mehreren Personen soll es dort zu einem Streit mit tödlichem Ende gekommen sein. Es sollen bereits 18 Personen festgenommen worden sein, die in diese Tat mutmaßlich involviert gewesen seien. Auf Erlass des saudischen Königs soll in diesem Zusammenhang der Vizepräsident des Geheimdienstes, Ahmad al-Assiri, und Saud al-Kahtani, ein hochrangiger Berater des Königs, entlassen worden sein.

    Am 15. und 16. Oktober untersuchte die türkische Polizei neun Stunden lang das saudische Konsulat in Istanbul. Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, erklärte, einige Beweise der Ermordung des Journalisten seien übermalt worden.

    Khashoggi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Seitdem galt er als vermisst. Die türkische Seite hatte bereits nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt dies, lieferte jedoch keinen Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat.

    Der verschwundene Journalist Jamal Khashoggi soll vor seinem Tod brutal gefoltert und enthauptet worden sein. Dies meldete die türkische Zeitung Hürriyet unter Berufung auf Tonaufnahmen aus dem Gebäude sowie Informationen der lokalen Polizei. Dem Blatt zufolge wurden dem Journalisten während der Folter die Finger abgeschnitten. Anschließend sei er enthauptet und sein Körper zerstückelt worden.

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    Tags:
    Oppositioneller, Mord, Journalist, Dschamal Chaschukdschi, Istanbul, Türkei, Saudi-Arabien