10:16 19 November 2018
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    Russische Kampfjets Su-35

    Trotz US-Sanktionsdrohungen: Indonesien will Su-35-Deal mit Russland nicht kündigen

    © Foto: Sukhoi Company
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    Trotz der US-Sanktionen gegen Russland und möglicher Strafmaßnahmen wegen Zusammenarbeit mit Moskau hat Indonesien laut seinem Verteidigungsminister Ryamizard Ryacudu nicht vor, auf den Kauf von russischen Kampfjets Su-35 zu verzichten.

    „Wir werden ihn (den Deal – Anm. d. Red.) nicht kündigen. Wir setzen die Ausführung des Vertrages fort“, sagte Ryacudu am Samstag am Rande des fünften Treffens der ASEAN-Verteidigungsminister und deren Dialogpartner in Singapur gegenüber Journalisten.

    Ihm zufolge rechnet Jakarta mit einer möglichst schnellen Bereitstellung von russischen Kampfjets. Die Lieferung werde beginnen, sobald mehrere Behörden Indonesiens letzte Abstimmungen abgeschlossen haben.

    „Indonesien rechnet mit möglichst schnellen Lieferungen der Jagdflugzeuge. Wir sind daran interessiert“, sagte der Minister.

    Zuvor hatte die Zeitung „Kommersant“ mitgeteilt, dass die Realisierung des Vertrags zur Lieferung von elf Kampfjets Su-35 nach Indonesien verschoben worden sei.

    Nach Angaben von „Kommersant“ sei in Jakarta die Lieferung der ersten von elf Maschinen bereits im Oktober erwartet worden, aber die USA hätten Indonesien keine Garantien bezüglich der Nichtanwendung von Einschränkungsmaßnahmen gegen das Land gegeben.

    Ende März hatte der für militärtechnische Kooperation zuständige Berater des russischen Präsidenten, Wladimir Koschin, mitgeteilt, dass die USA versucht hätten, den Vertrag über die Lieferung russischer Kampfjets Su-35 an Indonesien zum Scheitern zu bringen.

    Der Vertrag zur Lieferung von 11 Kampfjets Su-35 nach Indonesien wurde im Februar 2018 unterzeichnet.

    Im August 2017 hatte Washington das Sanktionsgesetz CAATSA („Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act“) verabschiedet, das sekundäre Strafmaßnahmen gegen jene Länder vorsieht, die Deals mit Vertretern der russischen Rüstungsindustrie schließen.

    Der noch aus den 1980er Jahren stammende Luftüberlegenheitsjäger Su-35 (Nato-Code: Flanker-E) gehört zur Generation 4++. Der Kampfjet wird im Flugzeugwerk „Juri Gagarin“ in Komsomolsk am Amur (im Fernen Osten) produziert. Die russische Luftwaffe hatte die Maschine im Februar 2014 in Dienst gestellt.

     

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    Tags:
    Su-35, Sanktionsgesetz CAATSA, Kommersant, ASEAN, Ryamizard Ryacudu, Wladimir Koschin, Singapur, Indonesien, USA, Russland