08:43 18 November 2018
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    S-125-Raketen (Archivbild)

    Staatsduma: USA provozieren Russland zu neuem Wettrüsten

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    Politik
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    Nach Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Verteidigung der Staatsduma, Juri Schwytkin, soll die US-Initiative über den Austritt aus dem Vertrag zur Verringerung strategischer Offensivwaffen (START-III) Russland ein neues Wettrüsten aufzwingen.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er werde den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) aufkündigen. Dabei warf er Moskau vor, diesen zu verletzen.

    Die USA würden den Wunsch hegen, Russland ein Wettrüsten aufzuzwingen, obwohl es wiederholt erklärt hat, dass es kein Wettrüsten wolle, jedoch gleichzeitig alle notwendigen Maßnahmen und Anstrengungen unternehme, um seine Verteidigungsfähigkeit im Rahmen des Völkerrechts zu gewährleisten. Einschließlich der Einhaltung des INF-Vertrags, erklärte Schwytkin.

    Der Vertrag über Raketen mit mittlerer und kürzerer Reichweite wurde am 8. Dezember 1987 während des Besuchs des sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow in Washington unterzeichnet. Erstmals wurde eine ganze Klasse von Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 1000 und 1000 bis 5500 Kilometern reduziert, einschließlich der R-12 (NATO-Codename SS-4) —und R-14-Raketen (NATO-Codename SS-5), welche die UdSSR 1962 in Kuba aufgestellt hatte, was folglich zur Kuba-Krise führte. 

    Im Mai 1991 wurde der Vertrag vollständig erfüllt, zu dem Zeitpunkt vernichtete die UdSSR 1752 bodengestützte ballistische und geflügelte Raketen, die USA 859. Der Vertrag ist von dauerhaftem Charakter. Gleichzeitig hat jede der Parteien das Recht, den Vertrag zu kündigen, indem sie überzeugende Beweise für die Notwendigkeit des Austritts aus ihm vorlegen.

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    Tags:
    Mittelstreckenrakete, INF-Vertrag, Wettrüsten, INF-Vertrag, Staatsduma, NATO, Juri Schwytkin, Russland, USA