09:05 18 November 2018
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    Moskauer Kreml in der Nacht (Archivbild)

    „Deutlich spürbar“: Slowakischer Premier über Einfluss antirussischer EU-Sanktionen

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    Politik
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    Laut dem slowakischen Ministerpräsidenten Peter Pellegrini haben die antirussischen EU-Sanktionen der Wirtschaft seines Landes einen erheblichen Schaden zugefügt.

    „Die Slowakei ist nie Anhängerin der Sanktionen gewesen, aber wir beachten die dahingehende Entscheidung der Europäischen Union. Ich muss sagen, dass wir in der Slowakei den negativen Einfluss der Sanktionen deutlich gespürt haben. Das Volumen unseres Exports und des gesamten Handels mit Russland ist von 2013 bis 2016 um mehr als die Hälfte zurückgegangen“, sagte Pellegrini am Sonntag gegenüber dem Bratislavaer Fernsehsender TA3.

    Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland würden sich nicht verbessern, sondern sich immer mehr verkomplizieren, konstatierte Pellegrini. Seiner Meinung nach sollte die Europäische Union zur Wirksamkeit ihrer Sanktionspolitik gegenüber Russland eine Einschätzung geben.

    Pellegrini lehnte es ab, Russland für den massiven Cyberangriff auf das slowakische Außenministerium verantwortlich zu machen. Die Behörde habe am vergangenen Mittwoch darüber informiert. „Die bei mir eingegangene Information vom (slowakischen) Militäraufklärungsdienst erlaubt es nicht, zu behaupten, dass Russland für den (Hacker-)Angriff verantwortlich sei. Zugleich kann ich so etwas nicht ausschließen“, so der slowakische Premier.

    Ihm zufolge wurde das Außenministerium der Republik von Hackern „einer der Großmächte“ angegriffen, was die Militäraufklärung der Slowakei festgestellt habe. „Es wurden dabei keine Geheimdokumente entführt“, so Pellegrini.

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    Tags:
    schaden, Wirtschaft, Sanktionen, Slowakei