04:28 10 April 2020
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    Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Äußerung von Wladimir Putin in Bezug auf einen eventuellen Atomangriff erläutert, die der Präsident in einer Sitzung des Diskussionsklubs „Waldai“ gemacht hatte.

    „Es ging darum – und viele haben dieses Hauptdetail übersehen –, dass Russland sich auf doktrinaler Ebene nicht das Recht auf einen Präventivschlag vorbehält. Das heißt, in unserer Doktrin ist kein Recht auf einen Erstschlag fixiert. Wir halten uns nicht für berechtigt, einen Erstschlag zu führen“, sagte Putins Sprecher.

    Er machte zugleich klar, in welchen Fällen die Entscheidung über einen Atomschlag getroffen werden kann.

    „In unserer Doktrin ist jedoch festgeschrieben, dass in dem Falle, wenn wir unter Einsatz von Atomwaffen angegriffen werden – Variante 1 – oder aber ein solcher Angriff die Existenz unseres Staates bedrohen sollte – Variante 2 —, Russland sich für berechtigt  halten wird, Atomwaffen einzusetzen“, sagte Peskow.

    „Das heißt, wir werden nie als Erste jemanden überfallen – das meinte gerade der Präsident. Wenn wir aber überfallen werden sollten, so werden dann ausnahmslos alle entweder in die Hölle oder ins Paradies usw. gelangen. Eben das war das Wichtigste. Es kommt darauf an, sich dessen bewusst zu werden. Alles andere ist eine Allegorie“, fügte Peskow hinz

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    Tags:
    Erstschlag, Atomangriff, Doktrin, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Russland