08:37 18 November 2018
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    Der Generalsekretär des ZK der KPdSU, Michail Gorbatschow (l.), und US-Präsident Ronald Reagan unterzeichnen den INF-Vertrag

    US-Austritt aus INF-Vertrag: Europa hofft auf Vernunft der Vereinigten Staaten

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    Die Europäische Union erwartet, dass die USA sich über die Folgen des möglichen Austritts aus dem INF-Vertrag für die eigene Sicherheit und die Sicherheit ihrer Verbündeten Gedanken machen werden, weil das neue Wettrüsten noch mehr Instabilität bringen würde. Dies erklärte am Montag der Europäische Auswärtige Dienst (EAD).

    „Während Russland, wie wir erwarten, sachlich und transparent auf die ernsthaften Befürchtungen bezüglich der Einhaltung des INF-Vertrages antworten wird, erwarten wir auch, dass die USA sich über die Folgen eines möglichen Austritts aus dem INF-Vertrag für ihre eigene Sicherheit, die Sicherheit ihrer Verbündeten und der ganzen Welt Gedanken machen werden“, heiß es in der am Montag verbreiteten Erklärung des EAD.

    „Die Welt braucht kein neues Wettrüsten, das keinem nutzen, sondern eine noch größere Instabilität bringen würde“, wird in dem Dokument betont.

    Zuvor hatte der US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten nicht im Begriff seien, den Vertrag über die Raketen der kurzen und mittleren Reichweite einzuhalten, weil Moskau ihn verletze, und aus dem Vertrag austreten würden. Der US-Präsident erklärte zudem, dass Washington die Rüstungen weiter entwickeln werde. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte seinerseits, dass Moskau eine detailliertere Erläuterung von den USA bekommen wolle, und ergänzte, dass der Bruch der Vertragsbestimmungen des INF-Vertrages Russland dazu zwingen würde, Maßnahmen zur Gewährleistung seiner Sicherheit zu ergreifen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte, dass jegliche Handlung in diesem Bereich auf eine Gegenhandlung stoßen werde.

    Laut dem Vize-Außenminister Sergej Rjabkow will Russland deutliche Erläuterungen über die weiteren Schritte der USA hinsichtlich des INF-Vertrags von dem Nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, bekommen, der am Sonntag in Moskau eingetroffen war.

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    Tags:
    Wettrüsten, Folgen, Austritt, INF-Vertrag, Sicherheit, Europäischer Auswärtiger Dienst, John Bolton, Donald Trump, Sergej Rjabkow, Dmitri Peskow, EU, Europa, USA, Russland