01:57 19 November 2018
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    Protestaktion wegen Verwindens des oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi vor dem Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul

    Diese Kleinigkeit wird saudischen Journalisten-Mördern zum Verhängnis – Medien

    © AFP 2018 / Ozan Kose
    Politik
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    Das saudische Konsulat in Istanbul hat versucht, den Mord an dem oppositionellen Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) durch den Einsatz eines Doubles zu verheimlichen. Doch die türkischen Polizisten ließen sich nicht so leicht überlisten, schreibt die türkische Zeitung „Hurriyet“ am Dienstag.

    „Die Verbrecher hatten etwas vergessen. Die Fälschung ist wegen der Sportschuhe aufgeflogen“, zitiert die Zeitung einen Polizeisprecher. Der echte Chaschukdschi soll beim Betreten des Konsulats Halbschuhe getragen haben, wogegen sein Doppelgänger Sportschuhe anhatte.

    Der TV-Sender CNN hatte zuvor ein Video von Überwachungskameras veröffentlicht, auf denen ein Mann mit Bart, Brille und von ähnlicher Statur wie Chaschukdschi das Konsulat verlässt.

    Laut einer Quelle in der türkischen Regierung soll es sich bei dem Mann um den 57-jährigen saudischen Staatsbürger Mustafa al-Madani handeln, der vermutlich Angehöriger eines saudischen Einsatzkommandos ist.

    Mehr zum Thema: Erdogan fordert: Verdächtige im Fall Chahudschi nach türkischem Recht verurteilen

    Der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir hatte am Wochenende in einem Kommentar zu der Ermordung des Journalisten erklärt, die Täter hätten „ihre Vollmachten überschritten“. Sie hätten einen Fehler begangen und versucht, dies zu vertuschen.

    Chaschukdschi, Mitarbeiter der US-Zeitung „Washington Post“, hatte das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine geplante Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Seitdem galt er als vermisst. Die türkische Seite hatte bereits nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt dies zunächst. Am Freitag wurde die Tötung des oppositionellen Journalisten Chaschukdschi im Istanbuler Konsulat bestätigt.

     

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