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    Der italienische Energiekonzern Eni ist aus dem Projekt mit dem russischen Ölgiganten Rosneft ausgestiegen, in dessen Rahmen Ölfelder am Schwarzmeerfestlandsockel erkundet werden. Diskutiert wird auch die Aussetzung der italienischen Beteiligung an gemeinsamen Projekten im Barentssee, wie eine unbenannte Quelle in der russischen Regierung meldet.

    Bereits im März, gleich nach Abschluss der Bohrarbeiten im ersten übertiefen Bohrloch Maria-1, hatte es Informationen über die Einfrierung des Projektes am Schwarzmeersockel wegen der US-Sanktionen gegen Russland gegeben.

    Doch damals hatten die Partner das nicht bestätigt – obwohl die Verwaltungsratschefin von Eni SpA, Emma Marcegaglia, beim Forum in Davos im Januar gesagt hatte, dass die Bohrungen von den USA zunächst autorisiert worden seien. Doch nun sollen sie gestoppt werden. Eine Erlaubnis der US-Führung werde benötigt, weil die Eni-Aktien an US-Börsen gelistet würden. 

    Die Pressestelle des italienischen Konzerns präzisierte gleich im Anschluss die Worte von Marcegaglia: Eni solle immer beachten, dass die Aktivitäten den US-Sanktionen nicht widersprächen. Wie Rosneft damals mitteilte, würden die gemeinsamen Projekte so lange fortgeführt, wie es im Rahmen der „US-Sanktionen möglich“ sei

    Eni und Rosneft setzen seit Juni 2013 Projekte zur Erkundung von Öllagerstätten im Schwarzen Meer und im Barentssee um. Die Beteiligung der Italiener liegt bei 33,33 Prozent. 

    Bei der Erkundung des Bohrloches Maria-1 im Schwarzen Meer wurde kein Erdöl nachgewiesen.

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    Tags:
    Druck, Sanktionen, Einfrierung, Ausstieg, Projekte, ENI, Rosneft, Barentssee, Schwarzes Meer, USA, Italien, Russland