08:52 16 November 2018
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    Wikileaks-Gründer Julian Assange (Archiv)

    Was wird mit Zukunft von Assange? – Ecuadors Staatsanwalt nennt zwei Varianten

    © AP Photo / Frank Augstein, File
    Politik
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    Ecuadors Generalstaatsanwalt Íñigo Salvador Crespo hat zwei mögliche Varianten unterbreitet, auf welche Weise sich die Situation um den Wikileaks-Gründer Julian Assange entwickeln kann. Darüber berichtet das Portal La República.

    Die erste Variante sei, sich den britischen Behörden unter den von Ecuador erhaltenen Garantien zu stellen. Nämlich, für die Dauer von nicht mehr als sechs Monaten und unter der Bedingung, in kein anderes Land ausgeliefert zu werden.

    Die zweite Variante sieht demnach den Verbleib in der ecuadorianischen Botschaft in London unter Berücksichtigung bestimmter Regeln vor.

    Der Staatsanwalt betonte dabei, dass Assange bereits seit sechs Jahren Asyl erhalte. Bisher gebe es keine Grundlage für eine unverzügliche Beilegung der Situation.

    Zugleich meldete die Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen, dass Assange auf die Beachtung der Aufenthaltsregeln in der Botschaft Ecuadors in London verzichtet habe.

    Zuvor hatten Medien berichtet, dass seit 13. Oktober ein Reglement in Kraft sei, das die Besuche, die Kommunikation mit der Außenwelt sowie die Gewährleistung medizinischer Hilfe für Assange regeln soll.

    Zudem hatten Medien darüber informiert, dass Assange juristisch gegen die ecuadorianische Regierung vorgegangen sei. Die Begründung lautete, er sei mit seinen Lebensbedingungen in der Londoner Botschaft des Landes unzufrieden.

    Julian Assange sitzt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Er hatte dort Zuflucht gesucht, nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. In Schweden werden dem gebürtigen Australier Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen.

    Ecuadors Regierung hatte Ende März alle Kommunikationsverbindungen Assanges gekappt. Nach Behördenangaben gefährden das Verhalten und die Beiträge des Wikileaks-Gründers in den sozialen Netzwerken die guten Beziehungen zu Großbritannien sowie zu anderen EU-Ländern und Staaten der Welt.

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    Tags:
    Botschaft, Regeln, Staatsanwaltschaft, Julian Assange, Großbritannien, Ecuador