08:29 16 November 2018
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    INF-Vertrag: US-Ausstritt fixiert Unterlegenheit Europas – Russlands Außenministerium

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    Politik
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    Ein möglicher US-Austritt aus dem INF-Vertrag mit der Perspektive einer Stationierung amerikanischer Raketen in Europa wird die untergeordnete Stellung Europas verankern, erklärte der russische Vize-Außenminister Alexander Gruschko.

    „Der Austritt (der USA) aus dem INF-Vertrag mit der Perspektive einer Stationierung amerikanischer Raketen in Europa ist ein Schritt, der die Stellung Europas als geopolitischer Spieler abschwächt und Europa als untergeordnetes Element in der amerikanischen Vision verankert, wie die Welt auf Grundlage der amerikanischen Führungsrolle aufgebaut werden soll“, sagte Gruschko gegenüber dem TV-Sender „Rossija 24“.

    „Dies schafft eine zusätzliche Mauer für die Wiederherstellung eines normalen Zusammenwirkens und den Bau eines gemeinsamen Sicherheitssystems“, fügte der Politiker hinzu.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Ausstieg aus dem INF-Vertrag zum Verbot von Kurz- und Mittelstreckenraketen angekündigt. Seine Position begründete er mit „Verstößen Russlands gegen diesen Vertrag“, ohne jedoch Beweise vorzulegen. Die Vereinigten Staaten würden ihr nukleares Potential so lange verstärken, bis die Leute zur Vernunft kommen würden. Dann werde Washington bereit sein, diesen Prozess einzustellen und sogar mit der Abrüstung zu beginnen. Diese Drohung „beinhaltet China und beinhaltet Russland und beinhaltet jeden sonst, der dieses Spiel spielen will. Mit mir kann man dieses Spiel nicht spielen“, betonte Trump.  

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau wolle eine detaillierte Erläuterung von den USA. Ein Verstoß gegen Bestimmungen des INF-Vertrages werde Russland zwingen, Maßnahmen zur Gewährleistung seiner Sicherheit zu ergreifen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow zufolge wird Moskau auf beliebige einseitige Handlungen in diesem Bereich entsprechend antworten.

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    Tags:
    INF-Vertrag, Alexander Gruschko, Russland, Europa, USA