11:01 18 November 2018
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan über Fortschritte beim russisch-türkischen Idlib-Abkommen

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    Politik
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    Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird das zwischen Russland und der Türkei geschlossene Abkommen zur Regelung der Lage in der syrischen Provinz Idlib „problemlos” umgesetzt.

    „Wir haben zusammen mit Russland und dem Iran (die Garanten des Waffenstillstands in Syrien – Anm. d. Red.) eine Formel entwickelt, die die Interessen aller Parteien berücksichtigt. In Genf konnte man diese Probleme nicht lösen, und wir haben eine Vereinbarung bezüglich der Regelung des Syrien-Konflikts in Astana erzielt. Dann gab es Sotschi, Teheran – wir haben das logische Ende erreicht“, sagte Erdogan in Ankara.

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    Er erinnerte daran, dass die Türkei die syrischen Gebiete östlich des Euphrats „von Terroristen befreien und den legitimen Eigentümern zurückgeben“ wolle. Jetzt würden sie von den kurdischen Selbstverteidigungskräften kontrolliert, die Ankara für eine terroristische Organisation halte, die mit der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei in Verbindung stehe. Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte genössen die Unterstützung der USA, betonte Erdogan.

    Idlib gilt als die letzte Rebellen- und Terrorhochburg in Syrien. Die Vertreibung der Terroristen von dort war am 7. September bei dem Syrien-Gipfel Russlands, der Türkei und des Irans erörtert worden. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sprach bei der Beschreibung der Situation in der Provinz Idlib von einem „Terrorismus-Herd“.

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    Kurz danach hatten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan bei ihrer Zusammenkunft in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi vereinbart, dass bis 15. Oktober eine 15 bis 20 Kilometer breite entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in der syrischen Provinz Idlib entstehen soll. Damit soll den radikalen Islamisten der al-Nusra-Front * und anderer Terrormilizen die Möglichkeit gegeben werden, die Region, in der sich Millionen Zivilisten befinden, zu verlassen.

    * Die al-Nusra-Front ist in Russland als terroristisch eingestuft und verboten.

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    Tags:
    Terroristen, Abkommen, Waffenstillstand, Al-Nusra-Front, Recep Tayyip Erdogan, Euphrat, Idlib, Iran, Russland, Syrien, Türkei