12:36 20 Februar 2020
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    Die türkische Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Auslieferung der 18 Menschen an Saudi-Arabien gestellt, die des Mordes an dem oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) verdächtig sind. Das geht aus einer Erklärung des türkischen Justizministeriums hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

    „Die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul, die im Fall Chaschukdschi ermittelt, hat einen Antrag an unser Ministerium über die Auslieferung von 18 Menschen gestellt, die an dem vorsätzlichen Mord an ihm beteiligt waren. Diesen Antrag, der heute eingegangen ist, haben wir am gleichen Tag an das türkische Außenministerium für die weitere Übergabe an die saudische Seite weitergeleitet“, heißt es in der Erklärung.

    Mehr zum Thema: Liberaler Dissident oder Islamist: Wer war Chaschukdschi wirklich?

    Chaschukdschi, Mitarbeiter der US-Zeitung „Washington Post“, hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine geplante Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Seitdem galt er als vermisst.

    Die türkische Seite hatte bereits nach kurzer Zeit behauptet, der saudische Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt dies zunächst. Am Freitag wurde die Ermordung des oppositionellen Journalisten Chaschukdschi im Istanbuler Konsulat bestätigt.

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    Tags:
    Antrag, Auslieferung, Verdächtiger, Staatsanwaltschaft, Washington Post, Dschamal Chaschukdschi, Ankara, Istanbul, Türkei, Saudi-Arabien