09:21 21 November 2018
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    Asowsches Meer (Archivbild)

    Plan für „Rückgewinnung“ von Asowschem Meer in Ukraine präsentiert

    © Sputnik / Anton Denissow
    Politik
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    Der Kapitän zur See der ukrainischen Marine und Vizevorsitzende des Offiziersvereins der Ukraine Jewgeni Lupakow hat in einem Interview für das Portal „Obosrewatel´“ einen Plan für die „Rückgewinnung“ des Asowschen Meeres vorgeschlagen.

    Für die Gewährleistung der Sicherheit des Asowschen Meeres müsse Kiew radikalere Schritte unternehmen, ohne sich auf die EU zu verlassen. Er schlug vor, dafür einen Plan aus vier Schritten umzusetzen. Der erste Schritt müsse die Kündigung des russisch-ukrainischen Vertrages über Zusammenarbeit bei der Nutzung des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch sein. 

    Darüber hinaus äußerte Lupakow die Gewissheit, dass Kiew die Linie der ukrainischen Seegrenze bestimmen und festsetzen, und dann eine Erklärung über das Abhalten von Übungen der Raketenartillerie im ukrainischen Verantwortungsgebiet abgeben sollte.    

    „Und sobald diese Gesetze angenommen werden, ist dann Schluss, das Meer wird kein gemeinsames sein, sondern jeder wird seinen eigenen Teil besitzen. Und dann müssen wir Nato-Schiffe für gemeinsame Militärübungen im Asowschen Meer einladen. Und das wär’s. Dann wird es keine Probleme mehr geben“, sagte Lupakow gegenüber dem ukrainischen Portal.  

    Zuvor hatte Kiew die Absicht verkündet, seine Militärpräsenz im Asowschen Meer zu verstärken. Der Oberbefehlshaber des ukrainischen Heeres, Generaloberst Sergej Popko, kündigte eine Vergrößerung der entlang der Küste des Asowschen Meeres stationierten Armeeabteilung an. Laut dem stellvertretenden Infrastrukturminister Juri Lawrenjuk wurden zwei zusätzliche Panzerboote ins Asowsche Meer verlegt.

    Mehr zum Thema: Nato will Schiffe ins Asowsche Meer schicken – Krim-Politiker

    Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hatte erklärt, die Ukraine habe einen „Geheimplan“ zur Lösung des Problems des Asowschen Meeres. Dem Minister zufolge hatten die ukrainischen Behörden die bestehenden Optionen bereits mit Freunden und Partnern der Ukraine besprochen. Darüber hinaus hatte er versprochen, den russisch-ukrainischen Vertrag über Zusammenarbeit bei der Nutzung des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch zu überprüfen. Klimkin hatte auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Präsenz der Ukraine im Asowschen Meer auszubauen. Ein Erfolg in der Situation um das Asowsche Meer könne nur dank Handlungen gleichzeitig auf allen Ebenen erzielt werden, so der ukrainische Chefdiplomat.

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    Tags:
    Probleme, Übungen, Seegrenzen, Sicherheit, Plan, EU, Obosrewatel, NATO, Pawel Klimkin, Straße von Kertsch, Kiew, Asowsches Meer, Russland, Ukraine